CARACAS – Concerted Action for Risk Assessment for Contaminated Sites in Europe

CARACAS war ein von der Generaldirektion "Forschung" der Europäischen Kommission gefördertes Gemeinschaftsprojekt, an dem im Zeitzaum 1996–1998 16 europäische Länder mitwirkten. Die Leitung des Projektes oblag dem deutschen Umweltbundesamt.

Ziele

Vordringlichstes Ziel war es, den Stand des Wissens bei der Gefährdungsabschätzung von Altlasten in Europa zu erheben und zukünftigen Forschungsbedarf in diesem Bereich festzustellen. Durch die enge Zusammenarbeit der europäischen Länder sollten parallele Forschungsanstrengungen weitestgehend vermieden und begrenzt sowie vorhandene Mittel effektiv eingesetzt werden. Die im Gemeinschaftsprojekt erarbeiteten Empfehlungen sollten in nationale Ansätze zur Beurteilung von Altlasten einfließen. Festgestellter Forschungsbedarf sollte der Erstellung europaweiter und nationaler F&E-Programme dienen.

Aufgaben

  • Beurteilung des vorhandenen Wissensstandes zur Gefährdungsabschätzung von Altlasten.
  • Feststellung prioritären Forschungsbedarfes als Grundlage bei der Erstellung zukünftiger F&E-Programme.
  • Erhebung der aktuellen Situation bei der Gefährdungsabschätzung von Altlasten in den europäischen Ländern.
  • Erfassung laufender Forschungsprojekte und Erstellung einer F&E-Datenbank.
  • Aufbau eines europaweiten Informationsnetzwerkes.
  • Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern.

Themenschwerpunkte

  • Humantoxikologie
  • Ökotoxikologie
  • Ausbreitungsverhalten von Schadstoffen
  • Charakterisierung von Schadstoffquellen
  • Modelle zur Risikoanalyse
  • Prüf-/Richt-/Grenzwerte
  • Methoden der Risikoanalyse