Grundsteinlegung für EU Bodenpolitik

Die Europäische Kommission erarbeitet derzeit Grundlagen für eine rechtliche Regelung der Bodenpolitik auf europäischer Ebene. Ziel der neuen EU Bodenpolitik ist es, den guten Zustand europäischer Böden langfristig zu erhalten. Eine geplante Richtlinie definiert acht Bodenbedrohungen und verlangt deren Beobachtung und Bewertung.

 

Zu den Bodenbedrohungen zählen:

  • Versiegelung,
  • Bodenkontamination,
  • Erdrutsche,
  • Verdichtung,
  • Bodenbiodiversität,
  • Versalzung,
  • Erosion,
  • Verlust an organischer Substanz.

Um die neue EU Bodenpolitik auch implementieren zu können, ist es notwendig, dass die genannten Bodenbedrohungen europaweit einheitlich beobachtet und bewertet werden.

 

Im Forschungsprojekt ENVASSO (ENVironmental ASsessment of Soil for mOnitoring) werden derzeit Methoden zur Beurteilung des "guten Bodenzustandes" für alle Bodenbedrohungen erarbeitet. Das Projekt wird von der Universität Cranfield (UK) geleitet, mit der Unterstützung von 30 europäischen Expertinnen- und Experteninstitutionen. Das Umweltbundesamt zählt zu den fünf Kernpartnern und ist für die Definition von Indikatoren, Grenzwerten und Zielen für alle acht Bodenbedrohungen verantwortlich.

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