CLISP - Klimawandelanpassung durch Raumplanung im Alpenraum

Der Klimawandel wirkt sich im alpinen Raum viel stärker aus als in anderen europäischen Regionen. Betroffen sind vor allem Bereiche wie räumliche Entwicklung inklusive Landnutzung sowie sozio-ökonomische Aktivitäten und lebenserhaltende Ökosystem-Services.

 

Negative Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich insbesondere durch einen Anstieg der Temperatur, durch Änderungen in der Häufigkeit, Verteilung und Intensität von Niederschlägen, durch den Rückgang der Schneedecke und durch zunehmende Extremwetterereignisse. Diese  Auswirkungen können allerdings auch neue Möglichkeiten mit sich bringen.

In den nächsten drei Jahren werden aufbauend auf den Ergebnissen vorangegangener Studien unterschiedliche Perspektiven der Klimawandelfolgen und deren Bewältigung in den Alpen analysiert. Im Projekt "Climate Change Adaptation by Spatial Planning in the Alpine Space" (CLISP), in dem das Umweltbundesamt als Leadpartner fungiert, stehen die Herausforderungen im Mittelpunkt, die an die Raumplanung gerichtet sind. Dabei sollen klimasichere Raumordnungslösungen erarbeitet werden. Neben dem Umweltbundesamt beteiligen sich 13 weitere Partner aus Österreich, Italien, Deutschland, Slowenien, der Schweiz und Liechtenstein an dem Projekt.

Siedlungsraum, Infrastuktur, Versorgungseinrichtungen, Sachwerte und das Leben von Menschen selbst werden zunehmend bedroht. Gründe dafür sind Wasserknappheit, Hitzewellen und Naturereignisse wie Überschwemmungen, Muren, Rutschungen, Stürme, Felsstürze und Waldbrände.

Als eine mögliche Konsequenz könnte es zu einer Einschränkung künftiger Entwicklungstendenzen kommen und neue raumplanerische Konflikte könnten entstehen wie z.B. zwischen Gefahrenprävention und Landnutzungs-Interessen.

Nichts zu unternehmen würde die Verwundbarkeit der Alpenregionen und deren Stadtverwaltungen massiv erhöhen und damit einhergehend Schäden und Kosten mit sich bringen.

CLISP ist ein europäisches Projekt, gefördert vom Alpine Space Programm, das den Strukturfonds und -instrumenten der Programmperiode 2007-2013 (European Terretorial Cooperation 2007-2013) zuzuordnen ist.

Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre, von September 2008 bis September 2011.