MORIS

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Die Komplexität und Menge der Daten von ökosystemaren Langzeitbeobachtungen verlangen eine besondere Form der Datenhaltung. Die in unterschiedlichster zeitlicher und räumlicher Auflösung erfolgten Messungen hunderter Parameter sind abzubilden.

Zu diesem Zweck wurde das Informationssystem MORIS entwickelt, das es ermöglicht, Informationen aus allen Teildisziplinen zu verwalten und verfügbar zu machen.

MORIS (Monitoring and Research Information System) ist ein integratives Informationssystem zur Verwaltung und Speicherung von Daten aus ökologischen Langzeituntersuchungen. Ursprünglich im Rahmen des UNECE Programms Langzeitmonitoring von Ökosystemen (Integrated Monitoring of Air Pollution Effects on Ecosystems) in Österreich entwickelt, wird es heute bereits in unterschiedlichsten anderen Anwendungsgebieten, wie z.B. die Abbildung von meteorologischen Extremereignissen (MEDEA) oder Schwermetalluntersuchungen in Moosen, eingesetzt.

Integrative Informationssysteme stellen gerade im Langzeitmonitoring eine wichtige Grundlage zur Vernetzung und Bereitstellung von Daten zur Untersuchung von Trends und Wirkungs-Zusammenhängen in der Veränderung von Ökosystemen dar. Sie sind auch ein wichtiges Werkzeug bei der Validierung und Evaluation von Prognosemodellen, die aus solchen Untersuchungen resultieren. Durch die Verknüpfung von Daten können neue Fragestellungen bearbeitet werden.

MORIS ist konzipiert, um nicht nur Rohdaten, sondern auch Information zum methodischen und räumlichen Design der Datenerhebung (primäre Metainformation) zu speichern. Ein generisches Design der Datenstruktur und die Verwendung von Ontologien zur Abbildung der Information ermöglichen dem Anwender einerseits größtmögliche Flexibilität in der Abbildung der Information und andererseits größtmögliche Kompatibilität mit anderen Arbeitsgruppen durch die Vernetzung von Ontologien.

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