Luftgüte & Emissionsdaten

Aktuelle Information zu Luftgüte und Emissionen

© ThomasSeegers

Mit acht Luftmessstellen betreibt das Umweltbundesamt das österreichische Hintergrundmessnetz, das zur Bestimmung der großflächigen Hintergrundbelastung der Luft und deren Trend dient.Die Messstellen an Belastungsschwerpunkten – in Städten, größeren Gemeinden, verkehrsnah oder in der Nähe von Industrieanlagen – werden von den Landesregierungen betrieben.

  

Die Messergebnisse aus diesen insgesamt knapp 150 Luftmessstellen führt das Umweltbundesamt zusammen, visualisiert sie und macht die Luftgüteinformation auf der Website zugänglich.

 

Europaweite Informationen zu Emissionen von Schadstoffen in Luft und Wasser aus bestimmten Industriebetrieben sind in der Datenbank EPER (European Pollutant Emission Register) öffentlich zugänglich. Für die nationale Komponente hat das Umweltbundesamt eine europaweit einzigartige E-Government-Anwendung entwickelt. Mit der webbasierten Applikation, die IT-Know-how und Umweltexpertise verbindet, wurde eine vollelektronische Abwicklung aller Teilprozesse von der Meldepflicht der Betriebe über die Datenprüfung durch die Behörden bis zur Berichterstattung an die EU ermöglicht.

 

Ab 1.1.2008 wurde EPER durch PRTR (Pollutant Release and Transfer Register) abgelöst. Mit PRTR werden auch die Berichtsanforderungen – u. a. sind zusätzlich Abfalltransfers und weitere Schadstoffe zu berichten – ausgedehnt. Als E-Government-Anwendung wird ePRTR vom Umweltbundesamt für das Lebensministerium in das Elektronische Datenmanagement (EDM) integriert. Die IT-Expertinnen und -Experten setzen dabei neue Standards für die Umsetzung der Melde- und Prüfprozesse. ePRTR wird ab 2009 online zur Verfügung stehen.

 

Im EU-Projekt S@NY (Sensors Anywhere) ist das Umweltbundesamt eine von 16 Organisationen aus acht Ländern, die sich mit der internationalen Vernetzung von Umweltinformationssystemen befassen. Entwickelt werden Strategien, um Sensor-Netzwerke miteinander zu verknüpfen und so Umweltdaten fächer- und länderübergreifend schnell und einfach nutzbar zu machen.

Datenvisualisierung

Daten zur Luftqualität sind auch über Geografische Informationssysteme (GIS) visualisierbar, damit haben nicht nur die informationspflichtigen Stellen – Behörden und Unternehmen – sondern auch BürgerInnen schnell und einfach Zugang zu leicht verständlichen Informationen zur Luftgüte in Echtzeit. In Beratungsprojekten wurden die vom Umweltbundesamt entwickelten Applikationen für das Luftgütemessnetz auch für die zuständigen Behörden in Slowenien und der Slowakei für interne Anwendungen und die zugehörigen Berichtspflichten an die EU adaptiert.

 

Die kontinuierliche Adaptierung an neue Usability-Standards und die Einbindung unterstützender Elemente, wie z. B. Google Maps in die Darstellung des Lüftgütemessnetzes, sorgen für die stetige technische Weiterentwicklung der Datenaufbereitung.

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