Klimafitte Alpen
Effiziente Raumplanungslösungen sind besonders im alpinen Raum gefragt, wo sich der Klimawandel viel stärker auswirkt als in anderen europäischen Regionen.
Klimafit durch Raumplanung
Die Raumplanung kann die Anpassung an den Klimawandel maßgeblich steuern, die Verletzbarkeit der Regionen vermindern und die Widerstandsfähigkeit gegen ungünstige Klimawandelfolgen verbessern. Effiziente Raumplanungslösungen sind besonders im alpinen Raum gefragt, wo sich der Klimawandel viel stärker auswirkt als in anderen europäischen Regionen. Steigen die Temperaturen seit dem 19. Jahrhundert weltweit im Schnitt um 0,76 °C, gehen ExpertInnen in den Alpen von einer Zunahme um voraussichtlich 2 bis 3 °C bis zum Ende des Jahrhunderts aus. Das hat nicht nur Folgen für lebenserhaltende Ökosystem-Leistungen wie sauberes Wasser, reine Luft, Rohstoffe oder biologische Vielfalt. Auch die räumliche Entwicklung und die Landnutzung sind betroffen.
Nichts zu unternehmen würde die Verwundbarkeit der Alpenregionen und deren Stadtverwaltungen massiv erhöhen und erhebliche Schäden und Kosten mit sich bringen. Verwandeln sich durch starken Gewitterregen beschauliche Bergbäche in reißende Flüsse oder lassen Hitzewellen Schnee und Eis in den Bergen schmelzen, sind Siedlungen ebenso in Gefahr wie Infrastruktur, Sachgüter und menschliches Leben. Klimasichere Raumordnungslösungen für den Alpenraum könnten aber auch beispielgebend für andere Regionen sein und einen wichtigen Beitrag zum Naturgefahrenmanagement leisten.
Musterbeispiel Alpen
Welche Instrumente es in der Raumplanung für die Anpassung an den Klimawandel bereits gibt und wie sie sich auf Szenarien und Regionen abstimmen lassen, erforschen ExpertInnen im Projekt CLISP (Climate Change Adaptation by Spatial Planning in the Alpine Space).
Aufbauend auf den Ergebnissen vorangegangener Studien analysieren ExpertInnen unterschiedliche Szenarien der Klimawandelfolgen und erarbeiten Konzepte für deren Bewältigung in den Alpen. Ziel ist es, klimasichere Raumordnungslösungen zu entwickeln. Neben dem Umweltbundesamt beteiligen sich 13 weitere Organisationen aus Österreich, Italien, Deutschland, Slowenien, der Schweiz und Liechtenstein an dem Projekt, das im September 2011 abgeschlossen wird.






















