Schadstoffe durch falsches Heizen
Durch unsachgemäße Holzverfeuerung werden insbesondere Feinstaub und langlebige organische Schadstoffe (Persistent Organic Pollutants, POPs; z. B. Dioxine) emittiert. Die Ursache dafür sind veraltete Öfen, unsachgemäße Aufstellung, schlechte Wartung und falsche Bedienung.
2008 verursachte der Hausbrand über 70 % der nationalen Dioxin-Emissionen. Einzelöfen, die mit Stückholz und Kohle befeuert werden, sind für annähernd die Hälfte dieser Emissionen verantwortlich. Auch bei den Feinstaubemissionen ist der private Hausbrand ein wesentlicher Verursacher. Die Feinstaubemissionen aus dem Hausbrand fallen im Winter mit erhöhten Belastungen aus dem Straßenabrieb und der Bildung sekundärer Partikel aus den Abgasen anderer Quellen zusammen. Gesetzliche Immissionsgrenzwerte für Feinstaub werden in Teilen Österreichs überschritten.
Gelangen POPs einmal in die Umwelt und in die Nahrungskette, verweilen sie dort jahrzehntelang. In den menschlichen Körper gelangen sie einerseits durch die Nahrung und andererseits über die Atmung, indem sie sich an Feinstaubpartikeln anlagern. Je kleiner die Feinstaubteilchen sind, desto tiefer gelangen Sie in die Lunge.
Zu den bekanntesten Vertretern der POPs zählen die Dioxine. Dioxin ist vielen noch bekannt als Gift des Chemieunfalls in Seveso, Italien. Dabei gelangten große Mengen des hochgiftigen 2,3,7,8 Tetrachlordibenzodioxin in die Umwelt. Die Region litt noch jahrzehntelang unter den Auswirkungen.




