Ehrenamtlicher Katastrophenschutz

Umweltbundesamt entwickelt Maßnahmen, um Freiwilligenarbeit für die Zukunft zu sichern

© Umweltbundesamt/B. Gröger

Wien, 2. Juni 2015 - Einsatzorganisationen wie Feuerwehren und Rettungsdienste mit ihren Freiwilligen bilden das Rückgrat des Katastrophenschutzes in Österreich. Durch den Klimawandel stehen die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen vor neuen Herausforderungen. Zunehmende Extremwetterereignisse erhöhen die Gefahr für Menschen, Siedlungen, Infrastrukturen und Gewerbegebiete. Häufigere und komplexere Einsätze sind die Folge. Ein neuer Bericht des Umweltbundesamtes zeigt, wie Einsatzorganisationen, Politik und Verwaltung, Unternehmen und BürgerInnen die Freiwilligenarbeit fördern können, um das gewohnte Schutzniveau auch in Zukunft aufrecht zu erhalten.

Gemeinsam mit Verantwortlichen aus Katastrophenschutz und Einsatzorganisationen entwickelte ein interdisziplinäres ExpertInnenteam ein Bündel von Maßnahmen und legte acht prioritäre Handlungsempfehlungen fest. Die Empfehlungen zielen darauf ab:

  • Einsatzkräfte stärker ins Risikomanagement einzubinden,
  • die Eigenvorsorge von Privathaushalten zu stärken,
  • Prävention gesetzlich zu verankern,
  • professionelles Personalmanagement in Einsatzorganisationen zu etablieren,
  • zukünftige Bedingungen (demografische Entwicklung, klimatische Veränderungen) in rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen,
  • neue Ausbildungskonzepte für Einsatzkräfte zu entwickeln,
  • feuerwehrfreundliche Unternehmen in öffentlichen Ausschreibungen zu begünstigen und
  • Freiwillige im Katastrophenschutz österreichweit besser zu vernetzen.

 

Die beteiligten ExpertInnen kamen aus dem Umweltbundesamt, dem Ingenieurbüro riocom, dem Wegener Center für Klima und Globalen Wandel und dem Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung.
Der Bericht „Freiwilligenengagement in der Zukunft“ wurde im Rahmen des Projekts VOICE erstellt und aus Mitteln des Klima- und Energiefonds (Forschungsprogramm ACRP) gefördert.

 

Weitere Informationen:
Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundsamt, Tel.: 01/31304-5432

Infobox

Links

Projekt-Website

riocom - Ingenieurbüro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft

Wegener Center für Klima und Globalen Wandel

Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften

Klima- und Energiefonds