Ressourcen im Risiko:dialog

(04.06.2008) Nach den bisherigen Themen der Initiative Risiko:dialog Klimawandel, demographischer Wandel und Nanotechnologie widmet dich der Risiko:dialog nun dem Thema Ressourcen. Im Zentrum des aktuellen Dialogschwerpunkts steht die Ressource Energie. 

 

Noch nie zuvor hat eine Gesellschaft so viel Energie verbraucht, wie wir es heute tun. In den vergangenen Jahrzehnten waren die Entwicklungen in Österreich wie auch in vielen anderen europäischen Ländern gekennzeichnet vom Wohlstand und der Entwicklung unterschiedlicher Lebensstile und der damit verbundenen Nachfrage nach und Produktion von Gütern und Dienstleistungen Energie ist die notwendige Voraussetzung für Arbeit, Konsum, Industrie, Freizeitaktivitäten und Mobilität.
Wir leben in einer Energiegesellschaft.

Energie und Risiko

Der steigende Verbrauch von Energie birgt unterschiedliche Risiken. Die derzeit am meisten diskutierten sind jene rund um die Versorgungssicherheit und die negative Auswirkungen auf die Umwelt. Das Risiko bei der Versorgung zeigt sich zum einen beim hohen Anteil an importierten Energieträgern. Zum anderen stellt die für die Verteilung notwendige Infrastruktur, die aufgrund des steigenden Energieverbrauchs laufend erweitert werden müsste, ein Risiko für die Versorgung dar.

 

Die Auswirkungen des hohen Energieverbrauchs auf Umwelt sind vielschichtig. Die dominierende Umweltbelastung der Energieaufbringung und des Energieeinsatzes ist die Emission von Treibhausgasen, für die mittlerweile international und national verbindliche Ziele festgelegt wurden. Als wesentliche Maßnahmen gegen die beschriebenen Risiken werden u.a. die Steigerung der Energieeffizienz sowie der verstärkte Einsatz von erneuerbarer Energie diskutiert.

Fokusgruppen

In der aktuellen Diskussion zu den Themen Energieaufbringung, -bereitstellung und -verbrauch findet die Meinung der BürgerInnen kaum Eingang. Aus diesem Grund stehen im Risiko:dialog Ressourcen partizipativ ausgerichtete Dialogveranstaltungen im Zentrum.

 

Um viele Perspektiven in den Dialogschwerpunkt "Risiko Energiegesellschaft" einzubeziehen, werden in einem ersten Schritt BürgerInnen eingeladen, an einer Fokusgruppe teilzunehmen.  Weitere Fokusgruppen werden in mehreren Bundesländern durchgeführt. VertreterInnen der Länder, der Gemeinden, regionaler Energieagenturen, der lokalen Energieversorger, der Wissenschaft, Interessensvertretungen sowie VertreterInnen aus der Wirtschaft und den NGOs werden zur Teilnahme eingeladen.

 

BürgerInnenkonferenz 

 

Im folgenden Schritt laden wir BürgerInnen ein, sich mit diesen Themen in einer partizipativ angelegten Dialogveranstaltung - einer BürgerInnenkonferenz -  zu beschäftigen und sich eine Meinung zum Thema zu bilden. Die gemeinsam erarbeiteten Standpunkte der BürgerInnen werden wiederum in eine allgemeine Diskussion zurückgespielt. 

 

Die Einladung zum Dialog richtet sich an BürgerInnen und an unterschiedliche Interessengruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und NGOs.

 

Weitere Informationen:

 

Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, christine.schatz@umweltbundesamt.at, Tel. +43 (1) 31304-5434