Treibhausgasemissionen der EU-27
(20.06.2008) Von 2005 auf 2006 verzeichnen die EU-Mitgliedstaaten einen leichten Rückgang der Treibhausgasemissionen. Dieses Ergebnis zeigt der Inventurbericht der Europäischen Umweltagentur (European Environment Agency, EEA). Damit liegen die Treibhausgasemissionen um 7,7% unter den Werten von 1990, dem Basisjahr für die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll.
Laut dem amtlichen Inventurbericht der Europäischen Umweltagentur verzeichneten die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union zwischen 2005 und 2006 einen leichten Rückgang. Insgesamt gingen die Emissionen in den 27 Mitgliedsstaaten der EU um 14 Millionen Tonnen (0,3%) zurück und liegen nun 7,7% unter den Werten des Jahres 1990. Die Gesamtemissionen in der Europäischen Union lagen 2006 etwas über 5,1 Milliarden Tonnen.
Für diesen Rückgang hauptverantwortlich war ein niedrigerer Gas- und Ölverbrauch in den Haushalten und im Dienstleistungsbereich infolge eines geringeren Heizbedarfs aufgrund der warmen Temperaturen im Jahr 2006. Das führte vor allem in Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien zu Emissionsverringerungen von 16,6 Millionen Tonnen. Der Strombedarf in den Haushalten blieb weitgehend konstant.
Beim Straßenverkehr wurden mit 6,5 Millionen Tonnen CO2 bzw. einem Anstieg von 0,7% gegenüber 2005 weiterhin steigende Emissionen registriert. Dies wird in relevantem Maß dem vermehrten Einsatz von Diesel im Güter- und Personenverkehr zugeschrieben. Die Treibhausgasemissionen im internationalen Flug- und Schiffsverkehr verzeichneten im Jahr 2006 einen weiteren starken Anstieg. In diesen Sektoren, die derzeit nicht unter das Kyoto-Protokoll fallen, erhöhten sich die Emissionen um nahezu 5 Millionen Tonnen im Flugverkehr bzw. um 10 Millionen Tonnen im internationalen Schiffsverkehr.
Weitere Informationen:
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, +43 664/611 90 94
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