Bauland in Sicht

(26.06.2008)  Wer bauen will braucht Land. Welche Hürden es bei der Nutzung industrieller und gewerblicher Brachflächen zu überwinden gilt, ist unter anderem Thema der Broschüre „(Bau)Land in Sicht“, die das Umweltbundesamt im Auftrag des Lebensministeriums verfasst hat.

Zahlreiche strukturelle Veränderungen haben in Österreich in den letzten 50 Jahren industrielle und gewerbliche Brachflächen entstehen lassen. Ganze Industriezweige sind verschwunden, Unternehmen wurden fusioniert und höhere Produktionskapazitäten auf kleinerer Fläche eingerichtet.

 

 

Ein großer Teil dieser Brachflächen befindet sich in gut erschlossenen Lagen und eignet sich für neue Nutzung. Dennoch ziehen viele Investoren Grünflächen außerhalb von verbauten Gebieten vor. Die Wiederverwertung von Brachflächen würde wertvolle Bodenressourcen schützen.

Die Broschüre „(Bau)Land in Sicht“ stellt den industriellen und gewerblichen Brachflächenbestand dem Flächenbedarf in Österreich für die unmittelbare Zukunft gegenüber, zeigt die Vorteile der Brachflächenverwertung aus wirtschaftlicher, sozialer, städtebaulicher und ökologischer Sicht und klärt über Kontaminationsrisiken und damit verbundenen Haftungsrisiken auf. Darüber hinaus bietet sie Entscheidungshilfen für die Planung von Brachflächenprojekten, beschreibt erfolgreiche Projekte aus der Praxis sowie vorbildhaftes regionales Flächenmanagement in österreichischen Gemeinden und zeigt Fördermöglichkeiten auf.

 

Neben einer Zusammenstellung des aktuellen Wissensstands in Österreich will die Publikation zur Wiederverwertung von Brachflächen anregen. Sie wendet sich an alle, die mit Bau und Planungsvorhaben zu tun haben oder neue Projekte in Zukunft nutzen wollen. Dazu zählen vor allem Entscheidungsträger auf Gemeindeebene, Projektentwickler und Eigentümer von Brachflächen, Investoren, Unternehmer und Bauaufsichtsbehörden.

 

Weitere Informationen:

Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil +43 664/611 90 94