Raab Survey

Österreich und Ungarn starten gemeinsame Überprüfung der Raab

(30.Juni 2008) Im Auftrag von Umweltminister Pröll starten österreichische ExpertInnen gemeinsam mit ungarischen KollegInnen heute mit einer groß angelegten Überprüfung der Raab, die nicht nur die Kenntnisse über die Wassergüte der Raab verbessern, sondern auch die bilaterale Vertrauensbasis stärken soll. Neu daran ist, dass die bilateralen ExpertInnenteams auf den Territorien beider Staaten tätig werden. Damit wird erstmals grenzüberschreitend in dieser Form ein so umfassendes Untersuchungsprogramm durchgeführt, wie es bisher nur an der Donau und am Rhein erfolgt ist.

 

Im Jahr 2007 hat eine lokale Schaumbildung der Raab auf ungarischer Seite zu Protesten der Bevölkerung und so zu einer Irritation in der Beziehung zwischen Ungarn und Österreich geführt. Eine eigens dafür eingerichtete hochrangige Task-Force präsentierte im Herbst letzten Jahres ein konkretes Aktionsprogramm, das nun Punkt für Punkt abgearbeitet wird.

28 Probenahmestellen, 80 Substanzen

Ein wesentlicher Punkt des Aktionsprogramms umfasst die Verbesserung und Verfügbarkeit der Daten rund um die Raab. Dazu dient die Raab Survey, deren Ziel die Schaffung einer möglichst genauen Kenntnis des Gewässerzustandes über das gesamte Längsprofil des Flusses und der auf ihn wirkenden Einflussfaktoren ist. Dabei werden gemeinsam von österreichischen und ungarischen Experten an 28 Stellen entlang des gesamten Flusslaufes Wasserproben aus der Raab entnommen, darüber hinaus werden die Abwässer von 24 maßgeblichen Einleitern kontrolliert.

Insgesamt werden mehr als 80 Substanzen analysiert. Im Bereich der Methodik der Labors wird es stets eine Abstimmung mit beiden Ländern geben. Die Probenentnahmen, die das Umweltbundesamt für Österreich übernimmt, werden bis Mitte Juli dauern, ein gemeinsamer Bericht wird im Herbst 2008 vorliegen. Die Ergebnisse dieser umfangreichen chemischen Analysen bilden eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Flusses.

 

Weitere Informationen:
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil +43 664/611 90 94

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