Gutes Zeugnis für österreichische Treibstoffe
(10.09.2008) Umweltbundesamt veröffentlicht Monitoring-Daten zur Treibstoffqualität für das Jahr 2007
Zur Überprüfung der Treibstoffqualität wurden im Jahr 2007 im österreichischen Bundesgebiet 245 Tankstellen beprobt und dabei insgesamt 303 Proben gezogen, 150 davon im Winter- und 153 im Sommerhalbjahr. Von den 303 analysierten Treibstoffen entsprach nur eine nicht den geforderten Qualitätsstandards. Getestet wurden die Kraftstoffgrundsorten unverbleiter Ottokraftstoff Normal ROZ 91 (ON EN 228 Normal), unverbleiter Ottokraftstoff Super ROZ 95 (ON EN 228 Super) und Dieselkraftstoff (ON EN 590). 2007 führte das Umweltbundesamt Treibstoffqualitätsmonitoring (Fuel Quality Monitoring System, FQMS) bereits zum fünften Mal durch.
Beim Treibstoffqualitätsmonitoring werden je nach Kraftstoff unterschiedliche Parameter kontrolliert: Müssen bei Dieselkraftstoffen u .a. die Größen Cetanzahl, Dichte und Schwefelgehalt der Norm entsprechen, geben bei Ottokraftstoffen Parameter wie Dampfdruck, Oktanzahl, Blei- und Schwefelgehalt Aufschluss über die Qualität.
Unter den 303 gezogenen Proben befand sich eine Dieselkraftstoffprobe, die bei der Kontrolle durch das Treibstofflabor im Umweltbundesamt die zulässige Höchstwerte überschritt. Bei der Probe wurden zwei Überschreitungen festgestellt: Der höchstzulässigen Dampfdruck sowie der Schwefelgehalt
Treibstoffe in Österreich
Insgesamt wurden 2007 in Österreich rund 8,26 Mio. Tonnen Kraftstoff verkauft, 6,3 Mio. Tonnen (etwa 76 %) davon waren Dieselkraftstoffe. Erzeugt wird ca. 50 % des gesamten im Inland verbrauchten Ottokraftstoffes sowie ca. 35 % des Dieselkraftstoffes in der einzigen Raffinerieanlage Österreichs in Schwechat. Der übrige Bedarf wird durch Importe vor allem aus Deutschland, Italien, der Slowakei und Ungarn abgedeckt. Die Kraftstoffkontrollen der letzten Jahre zeigen keine regionalen Qualitätsunterschiede. Daher kann von einer weitgehend einheitlichen Qualität von importiertem und im Inland erzeugten Kraftstoff ausgegangen werden.
Gemäß der EU Richtlinie 98/70/EG müssen die Mitgliedstaaten die Einhaltung der geltenden Qualitätsnormen für Kraftstoffe jährlich überprüfen und berichten. Der vorliegende Bericht wird durch das Lebensministerium (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) an die Europäische Kommission übermittelt.
Weiter Informationen:
Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, christine.schatz@umweltbundesamt.at, tel. 01/31304 - 5434
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