Eurobarometer Klimawandel
EuropäerInnen messen Klimawandel einen hohen Stellenwert bei und wollen ehrgeizigere Maßnahmen
Laut einer Eurobarometer-Umfrage über die Einstellung der Öffentlichkeit zum Klimawandel nehmen drei Viertel der europäischen BürgerInnen den Klimawandel sehr ernst. 62 % der Befragten halten den Klimawandel für eines der beiden größten Probleme, vor denen die Welt heute steht. Nur die Armut, Mangel an Nahrung und Trinkwasser wurde mit 68 % als noch gravierender eingestuft. Aber auch wenn die europäischen BürgerInnen die Tragweite des Klimawandels in großem Umfang erkennen, so halten ihn doch die meisten (60 %) nicht für unaufhaltsam und für behebbar. Eine Mehrheit von 56 % ist der Meinung, dass sich der Klimaschutz positiv auf die Wirtschaft auswirken kann.
Eine deutliche Mehrheit der Befragten halten die Ziele der EU zur Senkung der Treibhausgasemissionen und zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2020 für im Großen und Ganzen richtig, darüber hinaus fordern 58% ehrgeizigere Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Etwa drei Viertel (76%) der Befragten sind der Ansicht, dass Unternehmen Industrie im Kampf gegen den Klimawandel nicht genug tun. 64% der Befragten erklären, dass im Kampf gegen den Klimawandel die nationale Regierung nicht genug tut, 58% meinen, dass die EU nicht genug tut. Zwei Drittel (67%) sind der Meinung, dass die BürgerInnen selbst in dieser Hinsicht nicht genug tun. Viele BürgerInnen sind jedoch der Meinung, dass sie über den Klimawandel und die Möglichkeiten des Klimaschutzes schlecht informiert sind.
Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen aus einer vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen und kürzlich veröffentlichten besonderen Eurobarometer-Umfrage über die Einstellung der Öffentlichkeit zum Klimawandel.
Hintergrund
Diese besondere Eurobarometer-Umfrage wurde vom Europäischen Parlament und von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben. Für die Umfrage, die im März und April 2008 stattfand, wurden 30 170 BürgerInnen in den 27 EU-Mitgliedstaaten, den drei Kandidatenländern (Kroatien, Türkei und ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien) und der türkischen Gemeinschaft Zyperns befragt.
Weiter Informationen
Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, christine.schatz@umweltbundesamt.at, tel. 01/31304 - 5434
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