Science Event Nachlese
(31.10.2008) Noch nie zuvor hat eine Gesellschaft so viel Energie verbraucht, wie wir es heute tun. Der Hunger nach Energie, also Verbrauch, aber auch Erzeugung und Verteilung in den verschiedenen Energie intensiven Bereichen, die zukünftigen Entwicklungen und deren Folgen für Gesellschaft, Individuum und Umwelt waren Themen des Science Events "Risiko Energiegesellschaft" am 28.10.2008 im Wiener RadioKulturhaus. Die etwa 200 TeilnehmerInnen erwartete eine Mischung aus Impulsstatements, Interviews und Diskussion.
Der Energiebedarf wächst. Die Krise wird nicht um Erlaubnis fragen, ob sie kommen darf. Doch wie ihr begegnen? Welche Risiken muss die Energiegesellschaft bewältigen, wie können Handlungsspielräume aussehen, um sich von einer Energie orientierten Industriegesellschaft zu einer nachhaltigen Effizienzgesellschaft zu wandeln?
Diese Fragen waren unter anderen inhaltlicher Rahmen der Informationsveranstaltung UmWelt & Mensch "Risiko Energiegesellschaft". Günther Brauner, Karin Stieldorf, beide TU Wien, Petra Schweizer-Ries, Uni Magdeburg, Karl von Koerber, TU München und Angela Köppl, WIFO, skizzierten Szenarien und Risiken für Gesellschaft und Individuum zum Thema Energie aus den Perspektiven Energiefluss, Bauen und Wohnen, Energieverhalten von Menschen, Ernährung und Ökonomie. Im anschließenden Dialog mit dem Publikum diskutierten Rotraut A. Perner, Psychoanalytikerin, Christian Felber, Buchautor, Christian Onz, Rechtsanwalt und Andreas Urschitz, Infineon Technologies AG über das Thema Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit Energie.
"Die billigste und umweltfreundlichste Energie ist jene, die nicht konsumiert wird", - Verzicht, intergenerativ zu denken und Vorbild zu sein waren einige der gemeinsamen Nenner der ExpertInnen und der anschließenden Podiumsdiskussion. Die Verantwortung für eine nachhaltige, neue Energiekultur könne weder Gesetzgebung noch EndkonsumentIn allein tragen, nur eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten und AkteurInnen sei der Schlüssel, wobei sich die Gesellschaft im Kollektiv ihrer Möglichkeiten wieder stärker bewusst werden solle. Viele Bereiche seien zurzeit in Bewegung, eine Zeit, die Risiken in sich trägt und zugleich Chancen, über diese vielen Gebiete hinweg, den Mensch im Mittelpunkt, neue Rahmenbedingungen für eine vorausschauende neue Energiekultur zu schaffen.
Beiträge der Sendereihen Radiokolleg und Dimensionen auf Radio Österreich 1 in der Woche vom 27. 10 bis 31.10.2008 begleiteten das Thema Risiko Energiegesellschaft mit der Frage: Wie kann die Wende gelingen?
Weitere Informationen
Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04 - 5434
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