EU-Statusreport: Emissionshöchstmengen

Überschreitung bei Stickoxidemissionen absehbar

Trotz signifikanter Emissionsreduktionen in den letzten Jahren werden die Emissionshöchstmengen der Luftschadstoffe, die in der NEC-Richtlinie festgelegt sind, nur in 11 EU Mitgliedstaaten eingehalten werden. Zu diesem Ergebnis kommt die europäische Umweltagentur (EEA) im aktuellen Statusreport. Am Schwierigsten erscheint mit Datenstatus 2006 die Einhaltung der Emissionshöchstmengen für Stickoxide. Dies ist unter anderem darauf zurückführen, dass der Verkehr schneller gewachsen ist als angenommen.

Der NEC Statusreport der EEA bietet einen länderspezifischen und EU-weiten Überblick über die Emissionen der vier Luftschadstoffe, die in der NEC-Richtlinie geregelt sind: Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx), Flüchtige Organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC) und Ammoniak (NH3)

Herausforderung Stickoxidemissionen

Selbst unter Berücksichtigung der Maßnahmen, die zur Reduktion der Stickoxidemissionen in den Mitgliedstaaten, gesetzt wurden, wird für die Mitgliedstaaten in Summe eine Überschreitung der Emissionshöchstmengen (Annex I der NEC RL) für 2010 um 9 % prognostiziert. Die Emissionshöchstmenge für den Ausstoß von Stickoxiden, die für die EU 27  insgesamt (Annex II) festgelegt wurde, wird sogar um 20 % überschritten werden.

Dies ist unter anderem auf die steigenden Wachstumsraten im Verkehrssektor zurückzuführen. Diese sind höher ausgefallen als Prognosen zum Zeitpunkt, an dem die Emissionshöchstmengen festgelegt wurden, erwarten ließen. Dazu kommt, dass auch mit Maßnahmen nicht die erwarteten Reduktionseffekte erzielt wurden.

Bei den drei anderen Luftschadstoffen (SO2, NMVOC, NH3) werden die meisten EU-Mitgliedstaaten die festgelegten Emissionshöchstmengen sogar unterschreiten. EU-weit werden substanzielle Emissionsreduktionen erwartet.

 

Weitere Informationen:
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil 0664/611 90 94