ECONNECT
Das EU-Projekt ECONNECT ist das größte derzeit laufende internationale Forschungsprojekt zur Verbesserung der ökologischen Vernetzungen in den Alpen mit einem Budget von 3,2 Mio. Euro. 16 Projektpartner aus der EU (Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien) und außerhalb der EU (Schweiz und Liechtenstein) arbeiten daran gemeinsam in den kommenden drei Jahren. Das Projekt wird von Österreich aus koordiniert, und zwar durch das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die weiteren Partner aus Österreich sind das Institut für Ökologie der Universität Innsbruck, das Umweltbundesamt, der Nationalpark Gesäuse und der Nationalpark Hohe Tauern.
Die Alpen sind die wohl am intensivsten ausgebeuteten Gebirgszüge Europas, gleichzeitig beherbergen sie aber auch einen von Europas größten Pools an Biodiversität: Mit über 30.000 Tier- und 13.000 verschiedenen Pflanzenarten ist die biologische Vielfalt in den Alpen von unschätzbarem Wert. Damit diese vielfältige Tier- und Pflanzenwelt aufrecht erhalten werden kann, müssen die Tiere und Pflanzen die Möglichkeit haben zwischen verschiedenen Habitaten zu wandern – besonders in Zeiten des Klimawandels. Doch wir Menschen hindern sie daran durch die von uns gezogenen Barrieren: dicht besiedelte Gebiete, Autobahnen und Eisenbahntrassen, Flussverbauungen und Kraftwerke. Politische Grenzen bedeuten unterschiedliche Regeln im Naturschutz; grenzüberschreitender Schutz des alpinen Raumes ist noch immer nicht umsetzbar.
Ziel des Projektes
Als Ergebnis des Projektes sollen primär ökologische Verbindungen im alpinen Raum verstärkt werden. In die Gesamtbetrachtung kommen nicht nur bereits geschützte Zonen (z.B. Nationalparks), sondern ebenso Landstriche und Landschaftskorridore mit hoher Biodiversität als Verbindungselemente. Ein Netzwerk alpiner Ökosysteme über Landesgrenzen hinaus soll da wieder entstehen, wo der Mensch Barrieren und Grenzen gesetzt hat.
Die Projektpartner
Insgesamt 16 Projektpartner (5 aus Österreich, 5 aus Italien, 3 aus Frankreich, 1 aus Deutschland, 1 von Liechtenstein sowie 1 aus der Schweiz) haben sich zusammengeschlossen, um im Rahmen des EU-Programms „Alpine Space“ dieses Projekt umzusetzen. Dazu zählen internationale Dachverbände, wissenschaftliche Einrichtungen und Partnerinstitution, die im Sinne der Alpenkonvention agieren und diese auch lokal implementieren.
Um legale und administrative Einschränkungen zu überwinden, werden von den Projektpartnern Empfehlungsrichtlinien entwickelt, welche eine effektive, grenzüberschreitende Kooperation und eine verfahrensorientierte, internationale Harmonisierung ermöglichen sollen. Der Wissenstransfer ist durch das weit verzweigte Partnersystem und durch den strategischen Nutzen des Netzwerkes garantiert.
Weitere Informationen
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil 0664/611 90 94
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