Gemischte Siedlungs- und Gewerbeabfälle

(Wien, 10. Juni 2009) In einem Statusbericht hat das Umweltbundesamt einen Überblick über die Behandlung von gemischten Siedlungs- und Gewerbeabfällen in Österreich zusammengestellt. Untersucht wurden Mengenströme und Kapazitäten der mechanischen, der mechanisch-biologischen und der thermischen Abfallbehandlung (Abfallverbrennung) sowie deren Wechselwirkungen im Zeitraum 2003 bis 2007.

In Österreich werden die mechanisch-biologische und die thermische Abfallbehandlung (Abfallverbrennung) zur Behandlung von gemischten Siedlungs- und Gewerbeabfällen eingesetzt. Aus beiden Behandlungsoptionen werden Abfälle zur Deponierung verbracht. Die ausschließlich mechanische Abfallbehandlung findet unterstützend Anwendung bei den genannten Verfahren, vor allem als Vorbehandlung bei der Abfallverbrennung.

Im Jahr 2007 wurden die 17 Anlagen zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung und die neun Abfallverbrennungsanlagen mit nahezu vollständiger Auslastung betrieben. Bei den 24 Anlagen zur mechanischen Abfallbehandlung gab es freie Kapazitäten. 

 

Bei allen drei Behandlungsoptionen stellen die gemischten Siedlungs- und Gewerbeabfälle den mengenmäßig größten Anlageninput dar: Bei der mechanischen Abfallbehandlung ca. 60%, bei der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung ca. 72% und bei der Abfallverbrennung etwa 52% des Gesamtinputs. Ein großer Teil der Abfälle für die Behandlungsanlagen wird von Unternehmen angeliefert, die Abfall erstmalig erzeugen oder sammeln.

 

Die Erhebung der Outputströme zeigt, dass Import, Export, Zwischenlagerung, stoffliche Verwertung sowie industrielle Mitverbrennung an Bedeutung gewinnen. Weiterhin wichtiger Teil der Behandlungskette ist die Deponierung vorbehandelter Abfälle unter Einhaltung der Anforderungen der Deponieverordnung. 

 

Weitere Informationen

Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, 01/31304 – 5434