Die Bilanz im DetailVerkehr
Der Sektor Verkehr ist mit ca. 22,6 Mio. Tonnen im Jahr 2008 der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasemissionen in Österreich. Der Reduktionseffekt durch den Einsatz von Biokraftstoffen beträgt im Jahr 2008 ungefähr 1,3 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente. Mit einem Plus von 61 % seit 1990 wird in diesem Sektor die mit Abstand höchste Zuwachsrate verzeichnet.
Industrie und Energieaufbringung
Der Sektor Industrie ist im Jahr 2008 mit ca. 26,4 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten der größte Emittent an Treibhausgasen in Österreich. Trotz verbesserter Kohlenstoffintensität steigen die Emissionen in diesem Sektor seit 1990 aufgrund höherer Produktionsmengen. Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigen sich in den Emissionsdaten des Jahres 2008 noch kaum.
Die Treibhausgasemissionen des Sektors Energieaufbringung belaufen sich 2008 auf ca. 13,5 Mio. Tonnen. Die Reduktionen, die in diesem Sektor seit 1990 erzielt wurden, sind auf den Ersatz von Kohle und Heizöl durch Erdgas und Biomasse sowie auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen.
Seit 2005 unterliegt ein Großteil der Anlagen dieser beiden Sektoren dem EU Emissionshandel; damit ist der Beitrag der Emissionen dieser Anlagen zur Kyoto-Zielerreichung durch den Nationalen Zuteilungsplan festgelegt.
Raumwärme
Auf den Sektor Raumwärme entfallen 2008 ca. 12,0 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen. Der verstärkte Einsatz von Fernwärme und Erneuerbaren Energieträgern sowie die bessere thermische Qualität der Gebäude führten in den letzten Jahren zu Emissionsminderungen. Witterungsbedingt unterliegen die Emissionen in diesem Sektor jährlichen Schwankungen.
Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, F-Gase und Sonstige
Die Sektoren Abfallwirtschaft (ca. 2 Mio. Tonnen) und Landwirtschaft (ca. 7,6 Mio. Tonnen) weisen im Vergleich zu 1990 deutlich geringere Emissionen auf. Die F-Gas-Emissionen (ca. 1,6 Mio. Tonnen) und Sonstige (ca. 0,9 Mio. Tonnen) blieben seit 1990 weitgehend konstant. Insgesamt verursachen diese vier Sektoren 12,1 Mio. Tonnen der österreichischen Treibhausgasemissionen.
Weitere Informationen
Ingeborg Zechmann, Pressestelle Umweltbundesamt, mobil: 0664/611 90 94 |