Wieviel Chemie landet im Menschen?

Symposium von Umweltbundesamt und der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mit 80 ExpertInnen aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis zu Human-Biomonitoring

(Wien, 26. Jänner 2010) Welche chemischen Stoffe lassen sich im Menschen nachweisen? Wie werden sie aufgenommen und abgebaut und was können wir daraus ableiten? Diesen Fragen gehen ExpertInnen im Rahmen des Human-Biomonitoring nach, indem Sie den Zusammenhang zwischen Umweltbelastung und innerer Belastung des Menschen untersuchen. International ist Human-Biomonitoring daher bereits seit den 70er- und 80er-Jahren ein wichtiges Instrument zur gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung und zur Bewertung von Gesundheits- und Umweltpolitik.

 

Beim Symposium „Human-Biomonitoring: Quo vadis Österreich?“ von Umweltbundesamt und AGES am 21. Jänner 2010 diskutierten 80 ExpertInnen aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über den Status des Human-Biomonitoring. Im Mittelpunkt standen praktische Erfahrungen, neueste Entwicklungen und aktuelle Fragen zum Thema Schadstoffe im Umfeld des Menschen und im menschlichen Organismus. Bei der Veranstaltung wurde außerdem die Österreichische Plattform für Human-Biomonitoring vorgestellt, die auf Initiative des Umweltbundesamt gegründet wurde.

Österreichische Plattform für Human-Biomonitoring

In Österreich kommt Human-Biomonitoring bisher nur vereinzelt bei Forschungsprojekten und regionalen, risikobasierten Studien zum Einsatz. Die Österreichische Plattform für Human-Biomonitoring forciert den systematischen und koordinierten Austausch über Methodik und Ergebnisse und trägt dazu bei, eine gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung zu etablieren. Ihre Hauptaufgaben sind, politische Entscheidungsträger fachkundig zu beraten, zur Umsetzung von nationalen Präventionsziele und europäischen und internationalen Vereinbarungen beizutragen.

 

Auf europäischer Ebene wurde 2003 eine Strategie für Umwelt und Gesundheit verabschiedet, die das Ziel hat, ein besseres Verständnis der Umweltauswirkungen auf die Gesundheit des Menschen zu entwickeln. Eine in dieser Strategie vorgeschlagene Maßnahme ist ein einheitliches Human-Biomonitoring.

Weitere Informationen

Christine Schatz, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: +43 (0)1 31 304 – 5434