Treibhausgasemissionen in Europa
Auf halbem Weg zum Ziel 2020
Wien, 2. Juni 2010 - Der Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) beschreibt die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen der Europäischen Union. Der abnehmende Trend der letzen Jahre hat sich 2008 nicht nur fortgesetzt, sondern auch beschleunigt. Die Treibhausgas-Emissionen der EU-27 liegen 2008 11,3% unter dem Niveau von 1990. In den EU-15 wird gegenüber dem Kyoto-Basisjahr eine Reduktion von 6,9% erreicht.
Die steigenden Preise für Kohle und der Preisverfall für Erdgas führten 2008 dazu, dass in der Strom- und Wärmeproduktion mehr Gas eingesetzt wurde und daher auch die Treibhausgasemissionen sanken. Biomasse und andere erneuerbare Energieträger (Wind- und Wasserkraft) wurden 2008 deutlich verstärkt eingesetzt. Zudem sorgte der Konjunktureinbruch beginnend in der zweiten Jahreshälfte 2008 für eine deutliche Reduktion der Emissionen in einigen Sektoren, darunter die produzierende Industrie und der Verkehr. Im Verkehrssektor spielte darüber hinaus der hohe Ölpreis eine Rolle.
Die Treibhausgas-Emissionen der EU 27 haben seit 2003 kontinuierlich abgenommen. 2008 lag der Treibhausgasausstoß bei 4.940 Mrd. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente. Verglichen mit 2007 sind das 2% oder 99 Mio. Tonnen weniger. Gegenüber 1990 sit eine Reduktion von 11,3% festzustellen, damit haben die EU 27 bereits mehr als die Hälfte ihres unilateralen Reduktionsziels von 20% bis 2020 erreicht.
Im ersten Jahr der Kyoto-Zielperiode haben die EU 15 die Treibhausgas-Emissionen um 76 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente oder 1,9% im Vergleich zu 2007 reduziert. Damit wird das Emissionsniveau von 1990 um 6,9% oder 295 Mio. Tonnen unterschritten, Senken und flexible Mechanismen nicht eingerechnet.
43% der gesamten Treibhausgas-Emissionen der EU 27 sind im EU Emissionshandel abgedeckt. Gegenüber 2007 sind die Emissionen aus diesen Anlagen um 3% gesunken. Die geprüften Daten von 2009 zeigen einen konjunkturbedingten Rückgang von 11,6% gegenüber 2008.
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