Zusammenarbeit in Europa

Die Europäische Umweltagentur

Aufgabe der Europäischen Umweltagentur (EEA) ist, ein gesamteuropäisches Umweltinformationssystem zu schaffen. Damit wird die EU in ihrem Bemühen unterstützt, die Umweltsituation zu verbessern und den Übergang zu einer nachhaltigen Entwicklung zu vollziehen.

 

Durch den Aufbau eines Systems von der Umweltbeobachtung bis zur Berichterstattung ist die EEA in der Lage, die von den Mitgliedstaaten erfassten Umweltdaten zu aussagefähigen Informationen auf europäischer Ebene zusammenzuführen.

Umweltbundesamt - Partner der EEA

Das Umweltbundesamt ist eine der engagiertesten nationalen Partnerinstitutionen der EEA: es ist nationale Anlaufstelle (National Focal Point - NFP), verfügt über fast alle nationalen Referenzzentren (National Reference Centres - NRC) und ist Partner in vier der sechs Europäischen Themenzentren (European Topic Centres - ETC).

Unsere Rolle in den European Topic Centres

 

In der jährlich veröffentlichten Rangliste der nationalen Beiträge zu Priority Data Flows, also zu besonders wichtigen Umweltdaten, landete Österreich in den vergangenen Jahren jeweils auf Platz eins von mehr als 30 europäischen Staaten.

Aufgabe des Umweltbundesamtes

Das Umweltbundesamt als NFP ist verantwortlich für die nationalen Beiträge zum Arbeitsprogramm der EEA und für den Aufbau des nationalen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes. 

 

Dieses besteht aus NRCs für einzelne Umweltbereiche, in Österreich sind das meist Fachabteilungen im Umweltbundesamt. Sie arbeiten entweder direkt oder über die NFPs mit den jeweiligen ETCs zusammen.

EIONET - Umweltinformation & Beobachtung

Die Berichte der EEA beruhen auf Informationen aus dem Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz EIONET. In EIONET sind über 600 Umweltagenturen und -behörden sowie staatliche und private Forschungseinrichtungen in ganz Europa vernetzt.

 

Die EEA stützt sich in ihrer Tätigkeit auch auf derzeit fünf ETCs. Jedes dieser Zentren ist ein Konsortium von Organisationen aus dem Bereich der Umweltforschung und -information, das Umweltdaten aus einem bestimmten Fachgebiet europaweit sammelt und auswertet. Die ETCs beteiligen sich auch aktiv an der Erstellung wichtiger EEA-Berichte. Zuständig sind die ETCs für die Themenbereiche

  • Luft und Klimawandel,
  • Wasser,
  • nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion,
  • Artenvielfalt sowie
  • Landnutzung und flächenbezogene Information.

EEA Mitglieder

Mitglieder der EEA waren ursprünglich die 15 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Norwegen und Liechtenstein. Die 32 Mitgliedsländer umfassen derzeit die 27 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei. Die sechs Länder des westlichen Balkans sind sogenannte teilnehmende Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien.