Zusammenarbeit in Europa

Die Europäische Umweltagentur

Aufgabe der Europäischen Umweltagentur (EEA) ist, ein gesamteuropäisches Umweltinformationssystem zu schaffen. Damit wird die EU in ihrem Bemühen unterstützt, die Umweltsituation zu verbessern und den Übergang zu einer nachhaltigen Entwicklung zu vollziehen.

 

Durch den Aufbau eines Systems von der Umweltbeobachtung bis zur Berichterstattung ist die EEA in der Lage, die von den Mitgliedstaaten erfassten Umweltdaten zu aussagefähigen Informationen auf europäischer Ebene zusammenzuführen.

 

Die Tätigkeit der EEA ist projektorientiert und beruht auf ein- und mehrjährigen Arbeitsprogrammen. In Übereinstimmung mit der Gründungsverordnung bildet die EEA-Strategie 2009–2013 das vierte Mehrjahres-Arbeitsprogramm der Agentur.

Österreich ist führender Partner

Das Umweltbundesamt ist eine der engagiertesten nationalen Partnerinstitutionen der EEA: es ist nationale Anlaufstelle (National Focal Point - NFP), verfügt über fast alle nationalen Refernzzentren (National Reference Centres - NRC) und ist Partner in drei der fünf Europäischen Themenzentren (European Topic Centres - ETC).

 

In der jährlich veröffentlichten Rangliste der nationalen Beiträge zu Priority Data Flows, also zu besonders wichtigen Umweltdaten, landete Österreich in den vergangenen Jahren jeweils auf Platz eins von mehr als 30 europäischen Staaten.

Aufgabe des Umweltbundesamt

 

Die NFPs – in Österreich das Umweltbundesamt – sind verantwortlich für die nationalen Beiträge zum Arbeitsprogramm der EEA und für den Aufbau des nationalen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes. 

 

Dieses besteht aus NRCs für einzelne Umweltbereiche, in Österreich sind das meist Fachabteilungen im Umweltbundesamt. Sie arbeiten entweder direkt oder über die NFPs mit den jeweiligen ETCs zusammen.

Europäisches Netzwerk

Die Berichte der EEA beruhen auf Informationen aus dem Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz EIONET. In EIONET sind über 600 Umweltagenturen und -behörden sowie staatliche und private Forschungseinrichtungen in ganz Europa vernetzt.

 

Die EEA stützt sich in ihrer Tätigkeit auch auf derzeit fünf ETCs. Jedes dieser Zentren ist ein Konsortium von Organisationen aus dem Bereich der Umweltforschung und -information, das Umweltdaten aus einem bestimmten Fachgebiet europaweit sammelt und auswertet. Die ETCs beteiligen sich auch aktiv an der Erstellung wichtiger EEA-Berichte. Zuständig sind die ETCs für die Themenbereiche

  • Luft und Klimawandel,
  • Wasser,
  • nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion,
  • Artenvielfalt sowie
  • Landnutzung und flächenbezogene Information.

Wer macht mit?

Mitglieder der EEA waren ursprünglich die 15 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Norwegen und Liechtenstein.

 

Die 32 Mitgliedsländer umfassen derzeit die 27 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei. Die sechs Länder des westlichen Balkans sind sogenannte teilnehmende Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien.