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Maßnahmen gegen die Schneckenplage
Vorbeugung
- Nie abends gießen - Trockenheit ist der Hauptfeind der Schnecken
- Keine regelmäßige Berieselung von Gemüsebeeten und Rasen
- Anbau von für Schnecken weniger attraktiven Fresspflanzen (z.B. statt Kopfsalat "Lollo rosso")
- Keine groben Saatbeete (feine Krümelstruktur)
- Gute Bodenlockerung
- Vorsicht beim Mulchen (nur im Sommer und dünn, mit Materialien aus getrocknetem Laub und Stroh)
- Sorgfältige Unkrautbekämpfung
- Schneckenzäune einsetzen (Grundregel: 10 cm unter dem Boden, 10 cm über dem Boden anbringen) und diese stets sauber und unkrautfrei halten.
- Eine tiefe Bodenbearbeitung, falls unbedingt erforderlich, soll so spät wie möglich im Herbst (nach der Eiablage) durchgeführt werden
- Beete nach den ersten Frösten lockern ( wichtig zur Zerstörung der Schneckenbrut)
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Natürliche Feinde der Schnecken
- Igel
- Spitzmäuse
- Maulwürfe
- Drosseln, Amseln, Stare, Elstern, Spechtmeisen, Würger, Möwen
- Frösche und Kröten
- Salamander
- Blindschleichen
- Nematoden (Schneckenwirksame Nematoden-Präparate sind in Österreich derzeit nicht zugelassen)
Vertilger von Eigelegen und Jungschnecken
- Laufkäfer und seine Larven
- Kurzflügelkäfer
- Leuchtkäfer (Glühwürmchen) und Larven
- Hundertfüßler
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Schneckenregulierung mit umweltgemäßen MittelnHändisches Sammeln
Ist zeitaufwendig und nur erfolgreich, wenn die Sammlungen konsequent und sorgfältig betrieben werden. Die beste Zeit zum Schneckensammeln ist abends, um Mitternacht mit der Taschenlampe, nach einem warmen Regen bzw. um vier bis sechs Uhr am Morgen, also nichts für Morgenmuffel.
Das Absammeln von Schnecken, die sich unter künstliche Schlupfwinkel verkrochen haben, erfolgt am besten am Morgen oder tagsüber.
Die beliebte Tötungsmethode mit Salz, die zur langsamen Entwässerung der Tiere führt, ist nicht zu empfehlen, da sie besonders qualvoll für die Schnecken ist. Besser ist, die Tiere durch einfaches Durchschneiden mit einer Gartenschere zu töten. Nacktschnecken sind Kannibalen und fressen ihre getöteten Artgenossen meist rasch auf. Die getöteten Tiere sollten daher eingesammelt und kompostiert bzw. vergraben werden, um nicht weitere Schnecken anzulocken.
Eine weitere Möglichkeit besteht, die Tiere in kochendes Wasser einzulegen. Nur kochendes Wasser garantiert eine schnelle Tötung der Schnecken. Die Schneckenbrühe sollte dann im Garten sorgfältig vergraben werden.
Bitte die gesammelten Tiere keinesfalls woanders hinbringen, um sie dort auszulassen, da dies einen empfindlichen Eingriff in lokale Ökosysteme darstellen kann! |
SchneckenzäuneDie umweltfreundliche, mechanische Nacktschneckenbekämpfung mittels geeigneter Schneckenzäune hat sich gemäß der Zeitschrift KONSUMENT (6/2001) als besonders wirksam erwiesen.
Diese verzinkten Blechbarrieren weisen eine Höhe von ca. 25 bis 30 cm und 1 mm Blechstärke auf. Ein Streifen von 5 cm (Oberkante) wird im Winkel von 45° nach außen zurückgebogen. Diese Überhang ist für Schnecken, bei richtiger Aufstellung des Zaunes, unüberwindlich. Schneckenzäune werden auch kommerziell angeboten (z. B. Arion Schneckenzaun, Schneckenabwehrblech der Firma Dehner Gartencenter GmbH) und sind in Baumärkten und Gartenfachgeschäften erhältlich.
- Vorbereitung des Bodens durch tiefes Umstechen im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr (Schneckeneier werden dadurch freigelegt und durch Sonnenlicht, Frost und Fraßfeinde vernichtet).
- Rechtzeitige Aufstellung des Schneckenzaunes im Frühjahr.
- Schneckenzäune sind gut im Boden zu verankern - also den Zaun etwa 10 cm eingraben.
- Der Schneckenzaun sollte mindestens 10 cm aus dem Boden ragen.
- Nach der Aufstellung regelmäßig überprüfen, ob der Zaun auch wirklich dicht ist.
- Schneckenzäune müssen frei stehen und dürfen keinen Kontakt mit Ihrem Gemüse oder Gras haben. Eine regelmäßige Kontrolle und Wartung ist daher erforderlich. Eine zusätzliche Plattenumrandung ist sehr effektiv und erspart Ihnen Arbeit.
- WICHTIG! Verbleibende Nacktschnecken, innerhalb des Zaunbereichs, können durch das Auslegen von Ködern unter Kontrolle gebracht werden. Auch Holzlatten zwischen den Beeten, alte Dachziegel, umgedrehte Blumentontöpfe usw. werden als willkommene Schlafplätze von den Schnecken angenommen. Die rechtzeitige, regelmäßige Kontrolle und Absammlung der Fallen und künstlichen Schlupfwinkel macht Ihr wertvolles Gemüsebeet erst wirklich zur schneckenfreien Zone.
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KöderDas Auslegen von Ködern ist nur in Verbindung mit einem Schneckenzaun und der rechtzeitigen und regelmäßigen Absammlung der geköderten Schnecken erfolgreich. Köder nie länger als zwei Tage im Garten belassen.
Spezialködergemisch nach GRABER & SUTTER (1999):
- 200 g befeuchtete Weizenkleie, 50 g Katzen- oder Hundebiskuits (Brekkies) mit Wasser quellen lassen und gut durchmischen.
Beste Fangquoten ergeben sich bei einem Köderhäufchen pro 0,5 m² Bodenoberfläche. |
BierfalleDie Bierfalle, oft als Wundermittel gehandelt, kann bei Nichtbeachtung einiger Regeln mehr Schaden anrichten als Nutzen.
- Regel 1: Bierfallen sind nur in Verbindung mit einem gut gewarteten Schneckenzaun wirksam
- Regel 2: Regelmäßiges Absammeln der angelockten Schnecken ist Pflicht (möglichst in der Nacht und in der Morgendämmerung).
- Regel 3: Die Schnecken, die direkt in die Falle fallen, stellen nur die Minderheit der vorhandenen Schneckenpopulation dar. Durch Bierfallen werden auch Schnecken außerhalb des Gartens (wenn kein Schneckenzaun installiert wurde) angelockt, und diese laben sich dann zusätzlich an Ihrem Gemüse.
- Regel 4: Nicht ebenerdig eingraben, damit keine anderen Gartenbewohner hineinfallen und ertrinken.
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Wanderhindernisse und Sperrstreifen Streuen von Branntkalk:
Branntkalk (Kalkstickstoff) soll nach PURKHAUSER (1996) und SZITH (1996) eine wirksame Abwehrmaßnahme gegen Schnecken sein. Im Gartenbereich soll der Branntkalk in Form von 30 cm breiten Sperrstreifen angelegt werden. Nach Regenfällen und starker Taubildung sind die Sperrstreifen zu erneuern, da der Branntkalk dann seine Wirksamkeit verloren hat. Die Sperrstreifen räumlich so anlegen, daß die Schnecken gezwungen werden über die Sperren zu kriechen wenn sie zum Gemüse wollen. Innerhalb der Sperrstreifen müssen alle Schnecken gründlichst abgesammelt werden.
Die Branntkalkanwendung ist nur für schwere Böden zu empfehlen!
Streuen von Sägemehl oder Gerstenspelzen:
Sägemehl muss mindestens 5 cm dick und in einer Breite von einem halben bis einem Meter gestreut werden. Feuchtes Sägemehl verliert rasch an abschreckender Wirkung und sollte daher regelmäßig erneuert werden. |
Enten und HühnerEnten und Hühner bitte nicht als Schneckenvernichtungsmaschinen "mißbrauchen". Sie benötigen wie alle Nutz- und Haustiere sachkundige Pflege, artgerechte Haltung und Zuwendung. - Tiere über Nacht immer in stabilen Käfig sperren (Schutz vor Füchsen und Hunden)
- Enten nur zeitweise in den Gemüsegarten lassen: am frühen Morgen bzw. abends in der Dämmerung
- Umfeld des Gemüsegartens permanent mit Enten beweiden
- Junge Enten können an großen Schnecken ersticken
- Unbedingt Wasserstelle zu Verfügung stellen: zwecks Schnabelsäuberung
- Immer ein Pärchen anschaffen oder eine weibliche Entengruppe
- Enteneier sind oft mit Salmonellen verseucht
- Hühner sind gut geeignet um das umliegende Gelände von Scheckengelegen zu säubern
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Chemische Schneckengifte und deren Auswirkungen auf Mensch und UmweltSchneckenbekämpfung mit chemischen Mitteln ist immer eine Symptombekämpfung, die eigentlichen Ursachen (z.B. Fehlen der natürlichen Gegenspieler, Überdüngung) der Schneckenplage sind damit nicht gelöst.
In Österreich sind derzeit (Stand: Mai 2009) folgende Präparate gegen Schnecken (Molluskizide) als Pflanzenschutzmittel im Handel: |
Handelsbezeichnung: Feramol Schneckenkorn Pfl.Reg.Nr.: 2605 Wirkstoff: Eisen-III-Phosphat Wirkungstyp: Molluskizid Kultur / Objekt: Blattgemüse; Erdbeeren; Fruchtgemüse; Hülsengemüse; Kohlgemüse; Stängelgemüse - Sprossgemüse; Wurzel- und Knollengemüse; Zierpflanzenkulturen Einstufung:--- Art der Zubereitung: Granulatköder Zulassungsinhaber: W. Neudorff Schadfaktor: Nacktschnecken Einsatzgebiet: Gemüsebau + Obstbau + Zierpflanzenbau
Handelsbezeichnung: Glanzit Schneckenkorn Pfl.Reg.Nr.: 2834 Wirkstoff: Metaldehyd Wirkungstyp: Molluskizid Kultur / Objekt: Erdbeeren; Getreide; Kohlgemüse; Raps; Salat; Zierpflanzenkulturen Einstufung:--- Art der Zubereitung: Granulatköder Zulassungsinhaber: Glanzit Pfeiffer Schadfaktor: Nacktschnecken Einsatzgebiet: Ackerbau + Gemüsebau + Obstbau + Zierpflanzenbau
Handelsbezeichnung: Limatox Schneckenkorn Pfl.Reg.Nr.: 1440 Wirkstoff: Metaldehyd Wirkungstyp: Molluskizid Kultur / Objekt: Ackerbaukulturen; Erdbeeren; Forst; Gemüsekulturen; Grünland; Rasen; Sonderkulturen; Weinbau; Zierpflanzenkulturen Einstufung:--- Art der Zubereitung: Granulatköder Zulassungsinhaber: Kwizda Agro Schadfaktor: Schnecken Einsatzgebiet: Ackerbau + Forst + Gemüsebau + Grünland + Obstbau + Sonderkulturen + Weinbau + Zierpflanzenbau
Handelsbezeichnung: Mesurol Schneckenkorn Pfl.Reg.Nr.: 2681 Wirkstoff: Methiocarb Wirkungstyp: Insektizid + Molluskizid Kultur / Objekt: Anis; Erdbeeren; Fenchel; Getreide; Karfiol; Kohl; Koriander; Kraut; Kümmel; Lein; Mohn; Raps; Salat; Spinat; Tabak; Zierpflanzenkulturen; Ölkürbis Einstufung: N , Xn Art der Zubereitung: Fertigköder Zulassungsinhaber: Bayer Austria GmbH. Schadfaktor: Maulwurfsgrillen; Nacktschnecken Einsatzgebiet: Ackerbau + Gemüsebau + Obstbau + Zierpflanzenbau
Handelsbezeichnung: Metarex Pfl.Reg.Nr.: 2808 Wirkstoff: Metaldehyd Wirkungstyp: Molluskizid Kultur / Objekt: Getreide; Raps Einstufung:--- Art der Zubereitung: Granulatköder Zulassungsinhaber: Lonza Schadfaktor: Nacktschnecken Einsatzgebiet: Ackerbau
Handelsbezeichnung: Schneckenkorn Limex Pfl.Reg.Nr.: 2164 Wirkstoff: Metaldehyd Wirkungstyp: Molluskizid Kultur / Objekt: Ackerbaukulturen; Erdbeeren; Forst; Gemüsekulturen; Grünland; Rasen; Sonderkulturen; Weinbau; Zierpflanzenkulturen Einstufung:--- Art der Zubereitung: Granulatköder Zulassungsinhaber: Scotts Celaflor Schadfaktor: Schnecken Einsatzgebiet: Ackerbau + Forst + Gemüsebau + Grünland + Obstbau + Sonderkulturen + Weinbau + Zierpflanzenbau
Handelsbezeichnung: Schneckenkorn Mesurol Pfl.Reg.Nr.: 1368 Wirkstoff: Methiocarb Wirkungstyp: Molluskizid Kultur / Objekt: Anis; Erdbeeren; Fenchel; Getreide; Grünland; Karfiol; Kohl; Koriander; Kraut; Kümmel; Landwirtschaftlich nicht genutzte Flächen; Lein; Mohn; Raps; Rasen; Salat; Zierpflanzenkulturen; Ölkürbis Einstufung: N , Xn Art der Zubereitung: Granulat Zulassungsinhaber: Bayer Austria GmbH. Schadfaktor: Gehäuseschnecken; Nacktschnecken Einsatzgebiet: Ackerbau + Gemüsebau + Grünland + Nichtkulturland + Obstbau + Zierpflanzenbau |
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Wirkstoff: EISEN-III-PHOSPHATWirkungsweise: Die wirkstoffhaltigen Schneckenkörner werden von den Schnecken gefressen und bewirken rasch eine starke Fraßhemmung. Die Schnecken verkriechen sich im Boden, wo sie aufgrund der bestehenden Fraßhemmung nach einigen Tagen verenden. Es sind daher kaum tote Schnecken auf der Bodenoberfläche und den Gemüsebeeten zu finden. Zur vollen Wirkungsentfaltung, dieses Typs von Schneckenkörnern, ist eine regelmäßige Befeuchtung der Körner ratsam.
Auswirkungen auf den Menschen: Anorganische Eisenverbindungen wie Eisen-III-phosphat weisen ein geringe Toxizität gegenüber Mensch und Haustier auf. Umweltauswirkungen: Das wasserunlösliche Eisen-III-phosphat ist ein natürlicher Bestandteil des Bodens. Der Wirkstoff wird von den im Boden lebenden Mikroorganismen in Eisen und Phosphat umgewandelt, die von den Pflanzen als Nährstoffe verwertet werden.
Eisen-III-phosphat wirkt auch gegen geschützte Schneckenarten ( z. B. Weinbergschnecke), sofern sie die wirkstoffhaltigen Schneckenkörner fressen.
Nach Angaben der Herstellerfirma sind die natürlichen Feinde der Schnecken wie Igel, Laufkäfer, Regenwürmer usw. durch die Anwendung von Schneckenkörnern die Eisen-III-phosphat enthalten nicht gefährdet. Eisen-III-phosphat ist unschädlich für Vögel und Fische. Auch für Bienen ist der Wirkstoff ungefährlich. |
Wirkstoff METALDEHYD:Wirkungsweise: Metaldehyd bewirkt bei den Schnecken eine starke Schleimproduktion und führt über die Deregulierung des Wasserhaushaltes zum Absterben der Tiere.
Bei der Spanischen Wegschnecke bzw. der Großen Wegschnecke wirkt Metaldehyd oft nicht tödlich, sondern führt meistens nur zu einer Schwächung der Tiere. Das zusätzliche Einsammeln der geschwächten Tiere ist dann unbedingt erforderlich.
Auswirkungen auf den Menschen: Bei Metaldehyd-Vergiftungen durch Schneckenkörner zeigen sich erste Symptome nach 30 min bis 4 Stunden. Vergiftungen sind durch Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe, Fieber und Atemdepression gekennzeichnet. Mit einem durchschnittlichen Metaldehydgehalt von 3 bis 3,6 mg Metaldehyd pro Schneckenkorn geht von Schneckenkörnern mit Metaldehyd als Wirkstoff, gemäß der Einschätzung von VELVART (1993), ein mäßiges Gefährdungspotential für den Menschen aus. Derselbe Autor berichtet auch, dass bei einer Einnahme durch Kleinkinder bei Mengen unter 100 Schneckenkörnern nicht mit ernsteren Vergiftungserscheinungen zu rechnen ist.
Umweltauswirkungen: Im Boden wird Metaldehyd zu Acetaldehyd und weiters zu Essigsäure abgebaut. Der Wirkstoff ist im Boden mäßig beständig bis beständig. Metaldehyd ist für Wasserorganismen und Nützlinge akut weitgehend ungiftig. Nachteilige Auswirkungen auf bestimme Nützlingsarten (z. B. Laufkäfer, Glühwürmchen und deren Larven) sind jedoch nicht auszuschließen.
Igel sollen nach Untersuchungen der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (Münster, Deutschland) durch das Fressen von metaldehyd-vergifteten Schnecken akut nicht gefährdet sein. Langzeitschäden können ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. |
Wirkstoff METHIOCARB und THIODICARB:Wirkungsweise: Methiocarb und Thiodicarb gehören chemisch zur Gruppe der Carbamate und sind stark wirksame Nervengifte, mit einem breiten Wirkungsspektrum auf Insekten, Spinnentiere und Schnecken. Weiters wird Methiocarb als Vogelrepellent (Abwehr landwirtschaftlicher Schadvögel) eingesetzt.
Auswirkungen auf den Menschen: Carbamatvergiftungen führen beim Menschen zu Erbrechen, Speichelfluss, Schwitzen, Durchfall, Atemnot und Lungenödem. Gemäß VELVART (1993) geht von Cabamatwirkstoffen eine erhebliche Gefährdung für den Menschen (Cholinesterase-Inhibition) aus. Das Gegenmittel ist Atropin, 2 mg intravenös.
Umweltauswirkungen: Beide Wirkstoffe sind im Boden mäßig beständig und zeigen geringe Tendenz zur Versickerung, sie sind sehr giftig für Wasserorganismen. Auch Bodenorganismen (z.B. Regenwürmer), Nützlinge - insbesondere Bienen und Säuger (Igel) und Haustiere, wie Hunde und Katzen, können gefährdet sein. Da dem Schneckenkorn Substanzen beigemengt sind, die abschreckenden Geruch und Geschmack aufweisen, wird es von Vögeln weitgehend gemieden. |
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