CORINE - Flächendeckende Erfassung der Flächennutzung

Erneute Auswertung von Satellitenbildern ermöglicht es, Veränderungen in der Landschaft zu entdecken

Seit Mitte der 80er Jahre werden im Rahmen des EU-weiten CORINE-Programms digitale Bilder von Satelliten einheitlich erfasst und ausgewertet. Diese Daten sind eine wichtige Informationsquelle für Landnutzung und deren Veränderung sowie für umweltreleveante Fragestellungen. Die Daten aus den ersten zwei Aufnahmen (1990 und 2000) stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die derzeit laufende Wiederholungsaufnahme mit dem Referenzjahr 2006 wird erstmalig auch mit höher auflösenden Daten kombiniert und wird 2008 abgeschlossen werden.

©Umweltbundesamt

Bereits zum dritten Mal werden nunmehr Daten von Erdbeobachtungssatelliten ausgewertet, Basis bilden Satellitenbilder aus dem Jahre 2006. Diese werden auch den Daten der früheren CORINE-Erhebungen gegenübergestellt – dadurch lassen sich Veränderungen in der Landschaft bzw. ihrer Nutzung erkennen, flächendeckend für Österreich.

Umweltkontrolle aus dem Weltraum

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Die Weltraumtechnik liefert durch den Einsatz von Erdbeobachtungssatelliten digitiale Bilder der Erdoberfläche; diese bieten wichtige Grundlagen für Umweltkontrolle. Verwendet werden nunmehr digitale Bilder von den Erdbeobachtungssatelliten SPOT 4 und IRS 1C-LISS. Interpretation und Abgrenzung der Flächennutzung erfolgt im Maßstab 1:100.000 nach einem speziellen Schlüssel.

CORINE-Programm und GMES

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Das CORINE-Programm (Coordination of Information on the Environment) ist ein von der Europäischen Union im Jahr 1985 gegründetes Programm. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlten vergleichbare, umweltrelevanten Daten. Ziel der Europäischen Union war daher eine Vereinheitlichung der Erfassung von Umweltdaten und in der Folge zusammenhängende Umweltdatensätze.

Derzeit wird das CORINE Programm im Rahmen von GMES (Global Monitoring for Environment and Security) als sog. Fast Track Service durchgeführt. Dabei werden die Standard-CORINE Land Cover Daten kombiniert mit hochauflösenden Auswertungen zu Siedlung und Verkehr. Im Vergleich zu den 25 ha Minimalflächen von CORINE Land Cover werden dabei jeweils 1 ha große Flächen ausgewertet und z.B. der Versiegelungsgrad bestimmt.

Datenabgabe durch das Umweltbundesamt

Das CORINE-Landcover Projekt wird von der Europäischen Umweltagentur mit Sitz in Kopenhagen betreut und von den einzelnen Staaten selbständig umgesetzt. Mit der Durchführung in Österreich ist das Umweltbundesamt betraut.

 

Die Daten werden in Form eines Geographischen Informationssystems (GIS) aufbereitet und stehen für kommerzielle und nicht kommerzielle Zwecke zur Verfügung.  Zur Aufrechterhaltung des Services für den Datenbezug wird ein minimaler Aufwandersatz verrechnet. Die Abgabe der Daten für kommerzielle Zwecke erfolgt unter einer sehr moderaten Preisgestaltung, um die allgemeine Verwendbarkeit dieser Daten als Geobasisdaten zu erhöhen.