Abfallvermeidungsprogramm

Entsprechend den Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG) enthält der Bundes-Abfallwirtschaftsplan (BAWP) 2011 ein Abfallvermeidungsprogramm für den Zeitraum bis 2017.

Die Zielsetzung

Das Ziel des Programms ist es,

  • durch die Reduktion der Schadstoffe in den Abfällen,
  • durch die Verringerung der Abfallmassen und
  • durch eine effiziente Förderung der Verwertung von Abfällen

zu einer gesunden Umwelt sowie zu einem nachhaltigen, Ressourcen schonenden Gesamtsystem Österreich beizutragen.

Die entsprechenden abfallwirtschaftlichen Maßnahmen mussten identifiziert und zu einem wirkungsvollen Abfallvermeidungsprogrammzusammengefasst werden.

Die Entwicklung des Programms

Zunächst unterstützte das Umweltbundesamt das Lebensministerium in einem 7-stufigen Konsensfindungsprozess, der unter Einbindung von Abfallwirtschaftsexpertinnen und -experten aus Wissenschaft, Interessensverbänden und öffentlicher Verwaltung, zur Abfallvermeidungs- und -verwertungsstrategie 2006 führte.

 

Im Zeitraum 2009-2011 wurde dann die Umsetzung dieser Strategie evaluiert und unter Berücksichtigung aktueller Trends in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft, unter Berücksichtigung der Anforderungen der neuen Abfallrahmenrichtlinie und unter Berücksichtigung von Fachdiskussionen der Vorschlag für das Abfallvermeidungsprogramm 2011 erarbeitet.

In mehreren Detailstudien wurden folgende Abfallströme bzw. Instrumente einer genaueren Analyse unterzogen:

  • Baurestmassen;
  • Aschen, Schlacken, Stäube;
  • Getrennt gesammelte und hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie (erstellt von GUA);
  • Lebensmittelabfälle (erstellt von BOKU);
  • Dienstleistung statt Produkt;
  • Abfallvermeidung und -verwertung durch das Instrument der Produzentenverantwortung (erstellt von ecologic).

 

Maßnahmenbündel

 

Folgende Maßnahmenbündel wurden im Konsensfindungsprozess erarbeitet:

  • Vermeidung von Baurestmassen
  • Vermeidung in Betrieben
  • Vermeidung in Haushalten
  • Vermeidung von Lebensmittelabfällen
  • Wiedernutzung (Re-use)

Projektlaufzeit: 2004-2011

Projektleiter: Dr. Hubert Reisinger