ALTLAST W2: Hasswellgasse

Bezirk:
Gemeinde:
Katastralgemeinde:
Grundstücksnummern:
Floridsdorf
Wien,Floridsdorf
Stammersdorf
440/1
Art der Altlast:Altablagerung
Art der Ablagerungen:Aushubmaterial/Abraum,
Bauschutt,
gefährliche Abfälle
Volumen:230.000 m³
Ablagerungszeitraum:1960 bis 1986
Schadstoffe:PAK,
Phenol,
Cyanid
Gefährdete Schutzgüter:Grundwasser
Prioritätenklasse:1
Datum der Altlastausweisung:1.3.1990
Datum der Prioritätenklassifizierung:13.5.1990
Status Sanierung im Altlastenatlas:Sicherung in Durchführung
letzte Aktualisierung im Altlastenatlas:1.9.1995

Beschreibung der Altlast

© Umweltbundesamt Übersichtskarte Übersichtskarte

Die Altlast in der Hasswellgasse im 21. Wiener Gemeindebezirk ist eine Kiesgrube, die in den vergangenen dreißig Jahren teilweise verfüllt wurde. Abgelagert wurden vorwiegend Bauschutt und Abfälle aus der Gasproduktion mit einem Gesamtvolumen von ca. 230.000 m³. Technische Einrichtungen zur Verhinderung eines Schadstoffaustrages aus dem Deponiebereich sind keine vorhanden. Derzeit wird die Altlast nicht genutzt.

Die Deponiesohle liegt im Grundwasserschwankungsbereich eines gut durchlässigen Grundwasserkörpers aus Kiesen und Sanden. Die unmittelbare Umgebung der Deponie wird landwirtschaftlich genutzt. In einer Entfernung ab 400 m grundwasserstromab der Altlast sind Feld- und Hausbrunnen vorhanden.

Gefährdungsabschätzung

Grundlagen sind die Ergebnisse von

- Grundwasseruntersuchungen

- Deponiegasmessungen

- Probebohrungen im Deponiebereich und

- Eluatuntersuchungen.

Die Ergebnisse der Grundwasseruntersuchungen zeigen eine Erhöhung der Parameter Kaliumpermanganat, TOC, Ammonium, Nitrit, Phenole, Cyanide und PAK im Abstrombereich der Altlast. Bei einzelnen Meßwerte können Einflüsse, die nicht auf die Altlast zurückzuführen sind, nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Eine Beeinträchtigung des Schutzgutes Grundwassers durch einen Schadstoffaustrag aus der Deponie ist bei einer Gesamtbetrachtung der vorliegenden Analyseergebnisse jedenfalls nachgewiesen.

Bei den Deponiegasmessungen wurde in keiner Probe Deponiegas festgestellt.

Die Eluatuntersuchungen der aus dem Deponiekörper entnommenen Mischproben ergaben bei der quantitativen Bestimmung vor allem eine sehr hohe Cyanidkonzentration und sehr hohe pH-Werte. Qualitativ wurden u.a. höhere aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Phenole und PAK festgestellt.

 

 

Datum der Texterstellung:    Februar 1990