URBAN SMS - Soil Management Strategy

Die stärkere Berücksichtigung des Bodens und seiner Funktionen in Raumplanungsverfahren ist das wesentliche Ziel des Projektes. Dazu wird ein digitales Bewertungssystem erstellt. Ein ausführliches Handbuch soll die Anwendung und die Einsatzmöglichkeiten für die/den PlanerIn beschreiben.  

Zusätzlich werden Anleitungen für das Bodenmanagement in urbanen Räumen und die Berücksichtigung des Schutzguts Boden in der SUP bzw. UVP erarbeitet. Ausgangspunkte sind einerseits Vorgängerprojekte, wie TUSEC-IP, andererseits die Anforderungen aus der Raumplanung. Getestet wird das System in einigen Testgebieten, u.a. in den Bundesländern Wien und Salzburg sowie anhand verschiedener Szenarien. Die Ergebnisse werden über verschiedene Medien den Stakeholdern vermittelt, um eine stärkere Akzeptanz für die Strategie zu erreichen.

Das Projekt im Programm CENTRAL EUROPE der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (vormals INTERREG) wird von der Stadt Stuttgart geleitet, die das Bodenschutzkonzept BOKS bereits implementiert hat. Das Projekt dauert von Okt. 2008 bis März 2012 und ist mit einem Gesamtbudget von 2,2 Mio. Euro dotiert. Das Projektkonsortium besteht aus elf Partnern aus sieben Ländern des Programmraumes. Unterstützt wird das Projekt u.a. vom Bodenbündnis europäischer Städte, Kreise und Gemeinden ELSA e.V., der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft, dem Bundesland Oberösterreich und der Stadt Linz.

URBAN SMS und Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt leitet das Arbeitspaket „Bodenmanagementkonzept“ und arbeitet an allen anderen fünf Arbeitspaketen mit. Im Arbeitspaket „Bodenmanagementkonzept“ soll eine Anleitung für die verbesserte Integration von Bodenschutzbelangen in Raumplanungsverfahren erstellt werden. Dazu werden in einem ersten Schritt die bislang bestehenden Erfordernisse bzw. Verpflichtungen zur Berücksichtigung des Bodenschutzes aus Regulativen für die raumwirksame Planung identifiziert und beschrieben. Die nationale Kofinanzierung kommt vom BMLFUW und vom Bundesland Salzburg.