F-Gase

Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) werden auch Industriegase genannt, da sie ausschließlich in diesem Sektor emittiert werden. Folgende Gase fallen in diese Gruppe:

  • vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKWs),
  • teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKWs) sowie
  • Schwefelhexafluorid (SF6)

F-Gase sind die treibhauswirksamsten Luftschadstoffe, die vom Kyoto-Protokoll erfasst werden. Emittierte F-Gase verweilen bis zu mehreren 100 Jahren in der Atmosphäre und tragen dort zur Verstärkung des Treibhauseffektes bei.

 

SF6 ist das Treibhausgas mit dem höchsten Treibhausgaspotenzial: eine Tonne SF6 besitzt das Treibhauspotenzial von 23.900 Tonnen CO2. FKW haben ein Treibhauspotenzial von 6.500 bis 9.200, HFKW eines von 140 bis 11.700.

Emissionstrend F-Gase

© Umweltbundesamt Emissionen der F-Gase 1990 bis 2010 Emissionen der F-Gase 1990 bis 2010

2010 wurden ca. 1,6 Millionen Tonnen (in CO2-Äquivalenten) fluorierte Gase emittiert. Damit liegen die Emissionen 1,5% unter dem Niveau von 1990 und 9,3% über dem Emissionswert von 2009.   

Wie aus obenstehender Abbildung ersichtlich, zeigen die einzelnen F-Gase im Zeitraum 1990 bis 2010 teilweise gegenläufige Trends.

Während Anfang der 1990er-Jahre der Ausstoß von perfluorierten Kohlenwasserstoffen (PFC) stark reduziert wurde, stiegen die wasserstoffhaltigen Fluorkohlenwasserstoffe (HFC) massiv an. Der Ausstoß von Schwefelhexafluorid (SF6) hat nach einer Spitze im Jahr 1996 eine rückläufige Tendenz.