Empfehlung der EU

EU-Kommission empfiehlt neue Strategie für den Umgang mit invasiven Arten

Die Europäische Kommission veröffentlichte ihre Vorstellungen zur Entwicklung einer Strategie für den Umgang mit nicht-heimischen Arten, die die biologische Vielfalt Europas bedrohen.

 

Invasive Arten sind eine echte Gefahr für heimische Pflanzen und Tiere. Der eingeschleppte asiatische Marienkäfer zum Beispiel droht im Vereinigten Königreich den einheimischen Marienkäfer zu verdrängen und ist auch für Schmetterlinge und andere Insekten eine Gefahr. Invasive Arten können die heimische Flora und Fauna stark verändern und der Natur insgesamt wie auch der Gesundheit des Menschen ernsten Schaden zufügen.

 

Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen sind nicht unerheblich: Für die Bekämpfung invasiver Arten und die Beseitigung der durch sie hervorgerufenen Schäden müssen die europäischen Volkswirtschaften jährlich mindestens 12 Mrd. Euro aufbringen. Einige EU-Mitgliedstaaten haben zwar Gesetze zum Schutz ihrer heimischen biologischen Vielfalt verabschiedet, aber ein EU-weit einheitliches Vorgehen gibt es nicht.

 

Mit ihrer Mitteilung (5.12.2008) stellt die Kommission nun politische Optionen für eine künftige EU-Strategie und koordinierte Maßnahmen vor, die sofort umgesetzt werden können, einschließlich eines europaweiten Frühwarnsystems zur Meldung neu entdeckter Arten.