SUP Pilotprojekte
Strategische Umweltprüfung Abfallwirtschaft Salzburg
Zur Fortschreibung des Abfallwirtschaftsplans für das Land Salzburg wurde 2003 im Vorfeld eine Strategische Umweltprüfung nach EU-Richtlinie durchgeführt, damit mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft bereits von Beginn an in den Diskussionsprozess einfließen. Mittels geeigneter Schlüsselkriterien waren die Vor- und Nachteile aufzuzeigen, die mit einzelnen abfallwirtschaftlichen Szenarien verbunden sind.
Auftraggeber:
Amt der Salzburger Landesregierung, Abt. 16 Umweltschutz
Durchführung:
Österreichisches Ökologie-Institut gemeinsam mit
Mocca Organisationsberatung und
BOKU, Inst. für Wasservorsorge, Gewässerökologie und
Abfallwirtschaft / Abt. Abfallwirtschaft
Strategische Umweltprüfung Entwicklungsraum Nordosten Wien (SUPer NOW)
Dieser SUP-Prozess befasste sich mit der Stadt- und Verkehrsentwicklung im 21. und 22. Wiener Gemeindebezirk. Ziel war es, ein Gesamtbild für die Region zu entwerfen, bei dem nicht nur Umweltaspekte, sondern auch soziale und wirtschaftliche Entwicklungstendenzen für den Zeithorizont 2021 aufgezeigt werden. Dabei ging es etwa um Fragen der Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, der Notwendigkeit einer Nordost-Umfahrung sowie der Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung.
Regionalprogramm Tennengau (Salzburg, 2000)
Zur Erstellung eines gemeindeübergreifenden Regionalprogramms für den Tennengau (13 Gemeinden) wurden die Elemente einer SUP in den Planungsablauf integriert. Grundlage bildete ein Ziel- und Leitbildkatalog, der etwa übergeordnete Planungs- und Entwicklungsgrundsätze, Umweltqualitätsziele, ein regionales Siedlungsleitbild, ein regionales Freiraumleitbild sowie ein Leitbild zu den regionalen Gemeindefunktionen festlegt.
Endbericht der SUP Tennengau (BMLFUW)
Zusammenfassung der Umwelterklärung (BMLFUW)
Revision des Flächenwidmungsplanes der Stadt Weiz – Endbericht (Steiermark, 2000)
Im Rahmen der Überarbeitung des Flächenwidmungsplanes der Stadt Weiz wurden verschiedene Widmungsvarianten für ausgewählte Flächen im Gemeindegebiet anhand ihrer Umweltauswirkungen verglichen. Als Planziele wurden z.B. ein ausreichendes Angebot von Bauland für öffentliche Einrichtungen und Wohnnutzung, der Erhalt der Einwohnerzahl, Verjüngung der Bevölkerungsstruktur, Schaffung von Arbeitsplätzen, Entwicklung eines zentralörtlichen Kerngebietes im Stadtzentrum, Erhalt der bestehenden Betriebsstandorte, Verbesserung des Wegenetzes, Erhalt wertvoller Biotope formuliert.
Endbericht zur Revision des Flächenwidmungsplanes (BMLFUW)
Wiener Abfallwirtschaftsplan (Wien, 2000)
In einem SUP-Team aus Verwaltung, Vertretern der Öffentlichkeit und wissenschaftlichen Experten wurden die ökologisch und ökonomisch optimalen Behandlungstechnologien und Behandlungskapazitäten für den Wiener Abfall bis in das Jahr 2010 analysiert. Dem Umweltbundesamt oblag im Rahmen des SUP-Prozesses die Koordinierung des Experten-Teams, dessen Aufgabe das Einbringen von Fachbeiträgen und Diskussionsvorschlägen für die Arbeitstreffen des SUP-Teams sowie die Analyse und Bewertung der Auswirkungen der Szenarien war.
In einem ersten Bewertungsdurchgang wurden Schwerpunkt-Szenarien, d.h. Szenarien, die sich auf bestimmte Behandlungs-Verfahren beziehungsweise auf Maßnahmenbündel zur stofflichen Verwertung oder Abfall-Vermeidung konzentrieren, untersucht. Folgende Schwerpunkt-Szenarien wurden untersucht:
- Trendfortschreibung
- MA 48-Szenario (Lösungs-Vorschlag der Abfallwirtschafts-Abteilung der Stadt Wien)
- Vermeidungs-Szenario (realistische und optimistische Variante)
- Müllverbrennungs-Szenario
- Vergärungs-Szenario
- Szenario Mechanisch-Biologische-Anlage mit industrieller Mitverbrennung des Abfalls
Aus dem ersten Bewertungsdurchgang wurden optimierte Szenarien zusammengestellt. Diese beinhalten Maßnahmen- und Verfahrenskombinationen, d.h. eine Mischung von Einzelelementen der Schwerpunkt-Szenarien. Die optimierten Szenarien waren:
- Realistische Vermeidung und stoffliche Verwertung + 3. große Müllverbrennungsanlage + Vergärungsanlage
- Realistische Vermeidung und stoffliche Verwertung + 3. etwas kleinere Müllverbrennungsanlage + Vererdung + Vergärungsanlage
- Realistische Vermeidung und stoffliche Verwertung + Mechanisch-biologische Anlage mit industrieller Mitverbrennung des Abfalls + Vergärungsanlage
Aus dem Vergleich der optimierten Szenarien sowie der Berücksichtung eingebrachter Stellungnahmen wurde eine Optimalvariante ausgewählt und dem Wiener Gemeinderat als Empfehlung zur Beschlussfassung vorgelegt.
Wissenschaftliche Begleitstudie (BMLFUW)
Expertenbericht- Downloads (Wien, MA 48 - Abfallwirtschaft)
Rahmenkonzept "Entwicklungschancen für den NÖ Donauraum" (1999)
Für die Region des niederösterreichischen Donauraumes wurde ein gemeindegrenzen-überschreitendes Rahmenkonzept zu künftigen Entwicklungsschwerpunkten erstellt. Im Rahmen einer begleitenden SUP wurden Standortalternativen hinsichtlich ihrer Umweltrelevanz verglichen. Themenschwerpunkte waren etwa die Potenziale des Donauraums als Siedlungs- und Wirtschaftsraum, als Erholungsraum, als Tourismusgebiet, als Verkehrsachse, zur Materialgewinnung und zur Trinkwassergewinnung.
Kommunales Energiekonzept Graz (1996)
Die Stadt Graz erstellte ein Energiekonzept mit dem Ziel, die CO2
- Reduktion der CO2-Emissionen um 50%
- Reduktion der SO2-, CO-, Staub-, NOx- und Kohlenwasserstoff-Emissionen um 60%
- Reduktion des Stromverbrauchs um 18%.
Alle Ziele beziehen sich auf das Jahr 1987 und müssen im Jahr 2010 erreicht werden. Zusätzlich soll der Anteil an erneuerbarer Energie auf 40% bis 2010 steigen.
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