Der umweltfreundliche Diesel
Biodiesel hat in Österreich größtes Potential
Das Ziel der Biokraftstoff-Richtlinie wird in Österreich in erster Linie durch den Einsatz von Biodiesel erreichbar sein. Zum einen ist Österreich ein klassisches Dieselland (ca. 70% Neuzulassungen 2003 waren Dieselfahrzeuge), zum anderen wird Biodiesel in Österreich bereits produziert (rund 365.000 Tonnen im Jahr 2006). Zusätzlich wird der gesamte Off-Road Verkehr (Traktoren, Baumaschinen etc.) mit Diesel betrieben.
Der große Vorteil von Biodiesel gegenüber mineralischem Kraftstoff ist, dass er über eine neutrale Treibhausgasbilanz verfügt. Das bei der Verbrennung erzeugte Kohlendioxid bindet die Pflanze zuvor beim Wachsen.
Biodiesel kann entweder in reiner Form oder beigemischt in den Verkehr gebracht werden. Eine Beimischung von bis zu 5 Volumsprozent ist ohne Kennzeichnungspflicht möglich und stellt für die österreichische Dieselflotte aus technischer Sicht kein Problem dar - eine Beimischung bis 5% ist gemäß Vereinbarung der Kraftfahrzeughersteller in jedem Fahrzeug einsetzbar (auch wenn für das jeweilige Fahrzeug keine Biodiesel-Freigabe besteht).
Einige Tankstellen bieten auch Biodiesel in reiner Form an. Diese Art der Anwendung ist aus Sicht des Umweltschutzes zu begrüßen. Das Fahrzeug muss jedoch für den Einsatz von Biodiesel in unvermischter Form vom Fahrzeughersteller freigegeben sein.
Woher kommt Biodiesel ?
Biodiesel, der aus Ölpflanzen erzeugt wird, nennt man FAME (Fatty Acid Methyl Ester), bzw. Fettsäuremethylester (FME). Theoretisch ist jede Ölfpflanze als Ausgangmaterial möglich, in Österreich werden dazu in erster Linie Raps oder Sonnenblumen angebaut. Aus einem Hektar Raps können etwa 1.000 Liter Biodiesel gewonnen werden.
Alternativ kann Biodiesel auch aus Altspeiseöl erzeugt werden (Altspeiseölmethylester - AME). So wird zum Beispiel in der Biodieselproduktionsanlage Arnoldstein Biodiesel aus 100% Altspeiseöl erzeugt.
Die umweltfreundliche Alternative
Der Einsatz von Biodiesel in Kraftfahrzeugen führt zu einer Verringerung der meisten Schadstoffemissionen (speziell CO, HC sowie Partikel). Weiters ist der Treibstoff schwefelfrei und biologisch abbaubar. Der Einsatz von Biodiesel kann jedoch (speziell im Hochlastbetrieb) zu leicht erhöhten NOx-Emissionen führen.
Die Verbrennung von Biodiesel im Fahrzeug führt zu etwa gleich hohen Treibhausgasemissionen wie fossiler Diesel, unter Berücksichtigung der gesamten Herstellung des Kraftstoffs ergeben sich jedoch deutliche Einsparungspotentiale.
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