DANUBE FLOODRISK

Stakeholder orientierte Bewertung von Überflutungsrisiken für die Überschwemmungsgebiete der Donau

Hintergrund

 

Hochwasserereignisse sind natürliche Ereignisse, die immer wieder auftreten können. Während Hochwasser selbst nicht vermeidbar ist, können die mit dem Hochwasser verbundenen Risiken reduziert werden. Die dafür notwendigen Maßnahmen sind sinnvollerweise für jedes Flusseinzugsgebiet als Ganzes abzustimmen, um einen bestmöglichen Nutzen zu erzielen. Daher fordert die Hochwasserrichtlinie die Koordination unter den Mitgliedsstaaten und die Zusammenarbeit mit Drittländern für die Hochwasservorsorge und -minderung.

 

Die Donau ist mit ihren 2.857km Länge nach der Wolga der zweitgrößte Fluss in Europa. Ca. 83 Mio Menschen leben in ihrem Einzugsgebiet, das sich über 19 Länder erstreckt. Damit ist sie einer der zentralen Flüsse, für die die o.g. Forderungen gelten. Im Rahmen des ETZ SEE (Europäische Territoriale Zusammenarbeit Süd-Ost Europa) Projektes DANUBE FLOODRISK sollen Teile der Hochwasserrichtlinie beispielhaft für den Donau-Hauptstrom umgesetzt werden.

Ziel

Das Ziel des transnationalen ETZ SEE Projektes ist es, Stakeholder-orientierte Gefahren- und Risikokarten für die Überschwemmungsgebiete der Donau zu entwickeln und zu produzieren, um damit adäquate Risikoinformationen für Wasserwirtschaft, Raumplanung und die breite Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

 

Schwerpunkte im Projekt sind die transnationale Kooperation der Donau-Anrainerstaaten, Stakeholder-Einbindung und die Verbindung von Wissenschaft und Praxis bei der Harmonisierung von Methoden und Daten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf drei Pilotprojekten zur beispielhaften Umsetzung der Karten auf Gemeinde- oder regionaler Ebene (in Österreich, Rumänien und Bulgarien), um dort abgestimmte Maßnahmenpläne zu entwickeln.

Mehrwert

Das Projekt trägt zu der Verbesserung der institutionellen Kooperation der ICPDR bei und auch zur weiteren Realisierung von Maßnahmen innerhalb der existierenden internationalen Kooperationsstrukturen. Eine Bereitstellung von gemeinsam erstellten Risikokarten kann Entscheidungen für zukünftige Investitionen und Landnutzungen auf politischen und administrativen Ebenen unterstützen.

Fakten

Das Projekt wird von dem Rumänischen Umweltministerium geleitet, mit der Unterstützung von 18 europäischen ExpertInneninstitutionen aus 8 Donau-Anrainerstaaten, die zusammen mehr als 90% des Donau-Einzugsgebietes abdecken. Das Umweltbundesamt und die via donau sind für die österreichischen Gefahren- und Risikokarten verantwortlich. Das Umweltbundesamt ist Arbeitspaketleiter für die Pilot-Umsetzungen.