Biologische Gewässergüte

Erfreuliche Entwicklung der österreichischen Flüsse

Der Prozentsatz der österreichischen Fließgewässerstrecken, die hinsichtlich der Belastung mit organisch abbaubaren Stoffen in der biologischen Gütekarte als Klasse II oder besser eingestuft sind, hat sich zwischen 1998 und 2001 von 81% auf 87% erhöht.

Ursache dafür sind die umfassende und flächendeckende Abwassererfassung und -reinigung in Österreich und der damit verbundene Rückgang des Eintrags von leicht abbaubaren, organischen Stoffen in die Gewässer.

Saprobiensystem

Zur Beurteilung der biologischen Gewässergüte von Fließgewässern wird in Österreich seit Jahrzehnten das Saprobiensystem verwendet. Dieses System beruht auf einer Zusammenstellung von Indikatororganismen, deren Vorkommen und Häufigkeit den Belastungsgrad eines Gewässers mit biologisch leicht abbaubaren Stoffen widerspiegeln. Jeder Indikatorart ist ein sogenannter Saprobiewert zugeordnet, aus den Saprobiewerten und Auftretenshäufigkeiten wird ein Index (Saprobienindex) errechnet. Anhand des Saprobienindex können Fließgewässer(abschnitte) einer biologischen Güteklasse zugeordnet werden.

Biologische Gewässergütekarten

Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt durch biologische Gewässergütekarten, in denen die Güteklassen farblich dargestellt sind.

In Österreich werden überblicksweise, flächendeckende Karten seit den 60er Jahren vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft herausgegeben.