Mechanisch-Biologische Abfallbehandlung

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Durch verschiedene mechanische Behandlungsschritte und eine in der Regel nachfolgende biologische Behandlung kann ein reaktionsarmer Abfall erzeugt werden, der entsprechend den Anforderungen der Deponieverordnung abgelagert werden darf. In Österreich werden dabei nur aerobe biologische Verfahren mit Frischluft- oder Abluftluftzufuhr in den Rotteprozess angewendet. Neben der Vorbehandlung vor einer Deponierung kann die MBA auch mit der Zielsetzung der Vorbehandlung von Abfällen vor einer thermischen Behandlung betrieben werden, wobei dabei die Abfälle zur weiteren thermischen Behandlung entweder abgetrennt oder trockenstabilisiert werden.

 

Im Jahr 2015 standen in Österreich 14 MBA-Anlagen mit Aerob-Technologie unterschiedlicher technischer Ausstattung in Betrieb. Bei der Behandlung fällt - in Abhängigkeit von der Betriebsweise und von der Art der behandelten Abfälle - rund ein Viertel der eingesetzten Abfallmenge als Deponiefraktion an, etwa die Hälfte der eingesetzten Abfälle werden als heizwertreiche Fraktion abgetrennt und energetisch genutzt. Zusätzlich werden im Verfahrensprozess Stör- und Wertstoffe in geringeren Mengen (u. a. Eisen- und Nichteisen-Metalle) abgeschieden. Der Rest verlässt die Anlage im Idealfall als Wasserdampf und Kohlendioxid, die im Zuge der biologischen Abbauvorgänge entstehen (so genannter Rotteverlust). Im Regelfall befinden sich in der Abluft aber auch Methan und andere organische sowie leichtflüchtige Verbindungen, die eine Abluftreinigung erforderlich machen.