„Man kann davon ausgehen, dass Nanotechnologie zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts wird”, so Karl Kienzl, Stv.-Geschäftsführer Umweltbundesamt, bei der Eröffnung eines Symposiums am 1. Juni 2006 in Wien. Ergebnis der Diskussionen: Derzeit überwiegen bei diesem hochaktuellen Thema noch die unbeantworteten Fragen.
Im Spannungsfeld zwischen offenen Fragen und zukunftsträchtigen Möglichkeiten bewegten sich sowohl die Vorträge der international renommierten ReferentInnen als auch die angeregten Diskussionen der ca. 100köpfigen Zuhörerschaft aus ganz Europa bei einem Symposium zum Thema „Chemical Safety & Nanomaterials“ in Wien.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die das Umweltbundesamt im Rahmen der österreichischen Präsidentschaft abhielt, standen der Informationsaustausch über Aktivitäten zu Sicherheitsaspekten und Risiken von Nanomaterialien. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung über diese Thematik geleistet und gleichzeitig die Diskussion rechtlicher Fragen gestartet.
Die Vorträge deckten ein breites Spektrum an Sicherheitsaspekten ab, von regulatorischen Fragen auf EU- und OECD-Ebene über neueste Forschungserkenntnisse bezüglich der Toxikokinetik und Wirkmechanismen von Nanopartikeln bis zum Dialog zwischen verschiedenen Interessensgruppen und der Risikokommunikation.
Nanomaterialien finden schon seit Jahren in Gebrauchsgegenständen wie Kosmetika, Textilien, Reinigungsprodukten, Farben etc. und sogar in Nahrungsmitteln Anwendung. Der Nanosektor boomt, doch trotz der Eröffnung zahlreicher Möglichkeiten und Vorteile durch die Nanotechnologie muss man feststellen, dass die möglichen Risiken, die mit dieser neuen Technologie verbunden sein können, bislang weitgehend unerforscht sind. |