Neue Entwicklungen zum GHS
Dezember 2008
GHS ist in der EU in Kraft
Basierend auf dem GHS (Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals) wurde die CLP-Verordnung am 31. Dezember 2008 kundgemacht. Sie regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen in der EU neu.
CLP ist die Abkürzung von Classification, Labelling and Packaging.
Dezember 2008
Europäisches Parlament und Rat haben die GHS-Verordnung angenommen. Nun wird sie im Amtsblatt veröffentlicht. Die EU ist damit international einer der Vorreiter bei der Einführung des UN-Systems.
September 2008
Am 3. September 2008 hat das Europäische Parlament den GHS-Verordnungsvorschlag in erster Lesung angenommen. Ein weiterer Schritt ist die Annahme des Vorschlages im Europäischen Rat, voraussichtlich am 18. November 2008. Damit könnte das Regelwerk bis Ende 2008 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden und bereits 2009 in Kraft treten.
April 2008
Europäisches Parlament vergibt Chance auf Verbesserung
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmte am 2. April 2008 über den GHS-Entwurf (Globally Harmonised System) ab und nahm ihn mit geringfügigen Änderungen an. Dieser Entwurf stellt die EU-Version des von den Vereinten Nationen erarbeiteten weltweiten Systems zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien dar.
Diese rasche Zustimmung stößt allerdings auch auf Kritik.
Dezember 2007
Fortschritte bei Prüfung des GHS-Vorschlags
Der GHS-Vorschlag für die Europäische Union wird zurzeit unter der Ägide der Portugiesischen Ratspräsidentschaft von Experten der Mitgliedsstaaten verhandelt. Im Allgemeinen wurde der Vorschlag begrüßt, allerdings werden noch einige Punkte wie die Regelungen zur Vertraulichkeit sowie zur Kennzeichnung kleiner und auf andere Weise schwierigen Verpackungen diskutiert. Hier werden von den Experten insbesondere eventuelle Minderungen des Konsumenten- und Arbeitsschutzes gesehen.
Juni 2007
EU einigt sich auf einen GHS-Vorschlag
Am 27. Juni 2007 hat die Europäische Kommission dem Vorschlag zur EU-Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen zugestimmt. Damit sollen auch Änderungen der Stoffrichtlinie 67/548/EWG und der EU-Chemikalienverordnung REACH einhergehen.
Durch die neue EU-Verordnung wird das Europäische Chemikalienrecht an das Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) angepasst. Dieser Vorschlag wird in der Folge vom Europäischen Parlament und dem Rat diskutiert werden.
Gemäß dem Verordnungsvorschlag soll für Stoffe die Frist für Einstufungen nach GHS am 1. Dezember 2010, jene für Gemische am 1. Juni 2015 enden.
August 2006
GHS-Internet-Konsultation
Auch in der EU soll dieses einheitliche System im Jahr 2008 (möglichst zeitgleich zum neuen Chemikaliensystem REACH) eingeführt werden; es soll Vorteile sowohl für die Wirtschaft, als auch für die VerbraucherInnen bringen.
Um eine möglichst gute Implementierung des GHS zu gewährleisten, gibt eine Internet-Konsultation die Möglichkeit, die vorgeschlagene EU-Verordnung zu kommentieren und einen Online-Fragebogen zu beantworten. Der Fragebogen und die zugrunde liegenden Dokumente (in englischer Sprache) sowie weitere Informationen sind bis 21. Oktober 2006 auf der Website der Generaldirektion Unternehmen zugänglich.
1992 - 2002
Von Rio de Janeiro nach Johannesburg
Auf der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 wurde die Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien gefordert und in das Aktionsprogramm der Agenda 21 aufgenommen.
Im September 2002 wurde am Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg, Südafrika, der Durchführungsplan verabschiedet - mit dem Ziel, GHS bis 2008 anzuwenden.
Das von der UNO vorgeschlagene Globally Harmonised System (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals) soll weltweit einheitliche Gesundheits- und Sicherheitsinformationen für gefährliche Chemikalien bieten.
Durch einheitliche Einstufung, Piktogramme usw. sollen die Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bei der Herstellung, beim Transport und bei der Verwendung von Chemikalien minimiert werden.
Deutsch
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