Energieeinsatz in Österreich

Energieverbrauch steigt kontinuierlich

Der Bruttoinlandsverbrauch ist in Österreich seit 1990 um 36% gestiegen und betrug im Jahr 2008 1.429 PJ. Die jährliche Steigerung in diesem Zeitraum liegt bei 1,7%. Als Bruttoinlandsverbrauch wird jene Energiemenge bezeichnet, die zur Deckung des inländischen Energiebedarfs notwendig ist

 

Der Grund für den kurzfristigen Rückgang des Bruttoinlandsverbrauchs im Jahr 2007 sind gesunkene energetische Endverbräuche in den Sektoren Verkehr, private Haushalte und Dienstleistungen.

Vorrangiger Einsatz fossiler Energieträger

© Umweltbundesamt Entwicklung des Energieverbrauch von 1970 bis 2008 Entwicklung des Energieverbrauch von 1970 bis 2008

72% des Bruttoinlandsverbrauch werden mit fossilen Energieträgern gedeckt: Erdöl und Erdölprodukte verzeichnen einen Anteil von 39%, Gas und Kohle einen Anteil von 22% bzw. 11%. Der Anteil der Erneuerbaren Energieträger liegt bei 27%. Das verbleibende 1% wird durch den Import elektrischer Energie abgedeckt.

Größte Steigerung des Energieverbrauchs im Sektor Verkehr

© Umweltbundesamt Energieverbrauch der Sektoren von 1970 bis 2008 Energieverbrauch der Sektoren von 1970 bis 2008

Der Sektor Verkehr verzeichnete die größte Zunahme mit einem Anstieg von 76% im Zeitraum 1990 bis 2008 und sein Anteil am gesamten energetischen Endverbrauch liegt bei 34%. Der Energieverbrauch dieses Sektors wird zu 95% aus Erdölprodukten gedeckt.

An zweiter und dritter Stelle folgen die Sektoren produzierender Bereich und private Haushalte mit Anteilen von 29% und 25%. In den Sektoren Dienstleistungen und Landwirtschaft liegen die Anteile am energetischen Endverbrauch bei 10% bzw. 2%.

Stromverbrauch steigt kontinuierlich

© Umweltbundesamt Stromerzeugung und -verbrauch 1990 - 2008 Stromerzeugung und -verbrauch 1990 - 2008

Der Inlandsstromverbrauch ist seit 1990 jährlich um 2% gestiegen und liegt im Jahr 2008 bei 60.108 GWh exklusive und 63.454 GWh inklusive Verbrauch für Pumpspeicher. Die erzeugte Strommenge beträgt 58.634 GWh. Davon wurden 5.441 GWh nach dem Ökostromgesetz gefördert und von der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) abgenommen.

Die Differenz zwischen Inlandsstromverbrauch und erzeugte Strommenge wird durch Stromimporte abgedeckt. Seit 2001 übersteigt die Menge des importierten Stroms zur Deckung des Inlandsstromverbrauchs die Menge des exportierten Stroms und der Nettoimport betrug im Jahr 2008 4.820 GWh. Strom wird vermehrt zur Substitution fossiler Energieträger eingesetzt, wie zum Beispiel beim Einsatz von Wärmepumpen und bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen.