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Screening Reaktionen

©Umweltbundesamt/Groeger

Es werden jene Genabschnitte (S35, NOS, EPSPS) nachgewiesen, die im Zuge einer gentechnischen Veränderung häufig in Pflanzen eingebaut werden. Zu diesem Zweck werden kurze DNA Stücke, sogenannte Sonden hergestellt. Diese können nur an die entsprechenden Genabschnitte binden. Da diese Abschnitte auch natürlich vorkommen, sollte zur Absicherung des Ergebnisses zusätzlich immer ein spezifischer Nachweis durchgeführt werden.

In unserem Labor werden Screening Reaktionen nach der Schweizerischen Lebensmittelverordnung bzw. dem §64 (vormals §35 LMBG) des Deutschen Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch durchgeführt.

©Umweltbundesamt

Spezifische Nachweisverfahren

Es werden Genabschnitte nachgewiesen, die in dieser Kombination nur in einem ganz bestimmten GVO vorkommen. Die Sonden für die Nachweisreaktion können nur binden, wenn die für den GVO typische genetische Veänderung vorhanden ist. 

Derzeit werden von uns folgende Nachweisreaktionen durchgeführt:

Soja:

  • RoundupReady™-Soja:    Herbizidresistente Sojabohne (GTS 40-3-2)
  • RoundupReady2™-Soja:    Herbizidresistente Sojabohne (MON89788)
  • LibertyLink™-Soja:    Herbizidresistente Sojabohne (A2704-12)

Mais:

  • Bt 176:   Insektenresistenter Mais
  • Bt 11:   Insektenresistenter Mais
  • T25-Mais:   Herbizidresistenter Mais
  • MON 810:   Insektenresistenter Mais
  • MON 863:   Insektenresistenter Mais
  • GA 21:   Herbizidresistenter Mais
  • NK 603:   Herbizidresistenter Mais
  • TC 1507:   Insekten- und Herbizidresistenter Mais
  • GT 73:   Herbizidresistenter Raps
  • DAS-59122:   Insekten- und Herbizidresistenter Mais

Raps:

  • RoundupReady™-Raps:   Herbizidresistenter Raps (GT 73/GT 200)
  • SeedLink-Raps:   Herbizidresistenter Raps (MS8/RF3)
  • LibertyLink-Raps:   Herbizidresistenter Raps (T45, HCN10, FalconGS40/90, Liberator L62)

Zuckerrübe:

  • H7-1:   Herbizidresistente Zuckerrübe

Analysen auf andere gentechnisch veränderte Pflanzen, wie z.B. Tomate, Kartoffel oder Papaya, führen wir auf Anfrage durch.

Neu zugelassen GVOs werden sofort in unser Analyseprogramm aufgenommen.

©Umweltbundesamt
©Umweltbundesamt/Groeger

Quantitative Analyse

Die Analysen werden von uns mittels Real-Time PCR, dem derzeit modernsten und besten System zur quantitativen Bestimmung des GVO-Anteils in Lebens- und Futtermittel durchgeführt. Bei diesem Verfahren werden fluoreszierende Sonden eingesetzt, wobei das gemessene Licht direkt proportional der Menge an gesuchter DNA ist.

Ist das gesuchte Gen in der Probe vorhanden, kann die Nachweissonde binden und das entstehende Lichtsignal wird gemessen. Aus dem Vergleich der Lichtsignale eines natürlich vorkommenden Gens und dem künstlich veränderten Gen kann der Prozent-Anteil errechnet werden.

©Umweltbundesamt
 


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