POPs und PBTs
Persistent Organic Pollutants (POPs) sind langlebige, organische Umweltschadstoffe. Ein ähnlicher Begriff ist PBT: Persistent Bioaccumulative Toxic: langlebige, giftige Stoffe, mit der Fähigkeit sich in Lebewesen anzureichern. Sind diese Stoffe einmal in die Umwelt freigesetzt worden, verweilen sie dort viele Jahre und Jahrzehnte. Sie werden weiträumig verfrachtet und überall auf der Erde verteilt. Sie können sich in Lebewesen anreichern, insbesondere in der Milch und im Fettgewebe. Diese Stoffe können das Immunsystem, das Nervensystem und das Hormonsystem beeinflussen, die Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit stören oder auch Krebs auslösen.
Organismen am Ende der Nahrungskette wie Greifvögel, Raubfische und Raubtiere sind mit den höchsten Konzentrationen belastet. Mit einem hohen Anteil an tierischen Nahrungsmitteln kommt dies auch beim Menschen zu tragen.
Paradoxer Weise sind die Umweltkonzentrationen dieser Stoffe vor allem in den polaren Regionen weitab von Industrien am höchsten: sie werden über weite Strecken transportiert (Luft, Wasser) und aufgrund der geringen Temperaturen kaum abgebaut. Dadurch ist die Bevölkerung von arktischen Regionen, insbesondere die Natureinwohner mit einem hohen Anteil von Fisch, Robben- und Walfleisch in der Nahrung, mit den höchsten Konzentrationen weltweit belastet.
Die Stockholm Konvention ist ein internationales Übereinkommen das die Menschen vor den Gefahren bestimmter POPs schützen soll.
POPs in den Alpen
MONARPOP, Monitoring Network in the Alpine Region for Persistent and other Organic Pollutants untersucht den Alpenraum auf die Belastung mit POPs.
POPs sind Umweltgifte, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften in der Nahrungskette anreichern. Es handelt sich dabei vor allem um Organochlorpestizide, Industriechemikalien und Verbrennungsprodukte. Das Projekt leistete einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Stockholm Konvention.
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