URBAN-NET

Forschung zur städtischen Umwelt in Europa

Das Umweltbundesamt ist Teil des URBAN-NET (Coordination of the Funding of Urban Research in Europe). Das Konsortium dieses ERA-NET-Projektes besteht aus Managerinnen und Managern der wichtigsten nationalen urbanen Forschungsprogramme aus ganz Europa.

Eine nachhaltige urbane Entwicklung stellt neue Anforderungen an die Forschung und genau diese Anforderungen sollen im Rahmen des URBAN-NET-Projektes identifiziert werden.

Städte im Klimawandel

Städte bilden durch geringere Verdunstung sowie höhere Strahlungsabsorption im Vergleich zum Umland per se ein spezielles Stadtklima aus. So ist das Auftreten städtischer Wärmeinseln sowohl im Sommer- als auch im Winterhalbjahr seit langem ein bekanntes Phänomen. Im Zuge des Klimawandels treten nun für viele urbane Räume und speziell für die großen Agglomerationen zusätzliche Belastungen auf.

So müssen sich viele Städte auf länger anhaltende und häufiger auftretende städtische Hitzewellen einstellen oder auch auf vermehrte Extremereignisse (etwa Gewitter mit Hagelniederschlägen, Stürme) und entsprechende Anpassungsmaßnahmen treffen.

Welchen Beitrag leistet URBAN-NET?

Das URBAN-NET Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungsprogramme zu öffnen und gemeinsame Aktivitäten (z.B. Workshops) zu setzen. Weiters sollen vorhandenes Wissen, praktische Erfahrung (z.B. „good practice“) und die Anwendbarkeit von Forschung ausgetauscht und publik gemacht werden. Durch diese Koordinierung werden Forschungskapazitäten in diesem Bereich verbessert.

URBAN-NET - ein neues ERA-NET-Projekt

URBAN-NET ein neues ERA-NET-Projekt URBAN-NET ein neues ERA-NET-Projekt

Das ERA-NET hat im August 2006 begonnen. URBAN-NET bringt unterschiedliche europäische Staaten zusammen (neun Mitgliedsstaaten, zwei Beitrittsländer und ein Kandidatenland) und bezieht außerdem UNHABITAT mit ein. Zusätzlich gibt es starke Vernetzungen mit sehr wichtigen bestehenden Netzwerken wie Eurocities, International council of local Environmental Initiatives (ICLEI) und der European Science Foundation (ESF).

Thematische EU-Strategie für die städtische Umwelt

In städtischen Gebieten treffen Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik besonders stark aufeinander. “Vier von fünf Europäischen Bürgern leben in städtischen Gebieten und deren Lebensqualität wird direkt von dem Zustand ihrer städtischen Umwelt beeinflusst“ (KOM(2005) 718 final, EU Thematic Strategy on Urban Environment, p. 2).

Die Umweltprobleme sind in den meisten Städten im Wesentlichen die gleichen: Schlechte Luftqualität, hohes Verkehrsaufkommen und Staus, starke Lärmbelästigung, Probleme rund um den Bau von Gebäuden, brachliegende Flächen, Treibhausgasemissionen, Zersiedelung, Abfall und Abwässer. Als Antwort auf dieses weite Spektrum an Problemen sind integrierte Lösungsansätze für die Planung und das Management städtischer Gebiete erforderlich. Demzufolge stellt die Thematische EU-Strategie für die Städtische Umwelt signifikant neue Anforderungen an nationale, regionale und lokale Regierungsinstitutionen.