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Fluglärm

Flugverkehr nimmt stark zu

© Umweltbundesamt/Groeger

Die Anzahl der Flugbewegungen in Österreich hat sich in den letzten 18 Jahren beinahe verdreifacht. Waren es 1990 rund 125.000 Starts und Landungen im kommerziellen Luftverkehr, sind es im Jahr 2008 rund 346.000. Der Flugverkehr wächst auch deutlich stärker als der Straßenverkehr. Die Kfz-Fahrleistung auf Österreichs Straßen erhöhte sich von 1990 bis 2008 um 55%.

Zu hoher Schwellenwert für die Aktionsplanung

In der Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung wurde für Fluglärm ein Schwellenwert von 65 Dezibel für den Tag-Abend-Nachtzeitraum festgelegt. Damit müssen Maßnahmen in den Aktionsplänen erst bei einer weit stärkeren Störung durch Lärm in Erwägung gezogen oder eingeführt werden als bei Straßen- oder Schienenverkehrslärm. Aus den entsprechenden Dosis-Wirkungs-Relationen kann abgelesen werden, dass sich beim Schwellenwert für Straßenverkehrslärm jeder vierte Betroffene und bei Schienenverkehrslärm jeder dritte Betroffene gestört fühlt - beim Schwellenwert für Fluglärm fühlt sich bereits jeder zweite (!) Betroffene gestört. Eine gleich hohe Störwirkung wie bei Straßen- und Schienenverkehrslärm erreicht Fluglärm bereits bei Pegeln von 54 dB bzw. 58 dB.

 

Auch im Mediationsverfahren des Flughafen Wien haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass bereits ab einer Belastung von 54 dB Lärmschutzmaßnahmen finanziell unterstützt werden. Dieser Wert ist weitaus niedriger als der Schwellenwert für die Aktionsplanung, den die Bundes- Umgebungslärmschutzverordnung vorsieht. Auch eine Fluglärmzone nach dem Sydney-Modell (Beschränkung der Überflugsereignisse, die einen bestimmten Pegel überschreiten) wurde festgelegt.


 


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