Biogas
Verwendung von Biogas
Biogasgäranlagen sind ein Beispiel für die Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Energieträgern im landwirtschaftlichen Bereich. Im Jahr 2001 waren insgesamt 124 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von rund 6 MW in Betrieb, es handelt sich hauptsächlich um landwirtschaftliche oder landwirtschaftsnahe Anlagen. Aus der Vergärung von Stallmist und Gülle sowie Speiseresten und Abfällen aus Großküchen (sog. Kosubstrate) wird Strom und Wärmeenergie gewonnen. Die Gasausbeute wird durch die Übernahme von organischen Abfällen aus Haushalten, Großküchen und der Lebensmittelindustrie besonders gesteigert. Als Endprodukt (Gärrückstand) fällt Biogasgülle an, die als Dünger auf den landwirtschaftlichen Flächen verwendet werden kann.
Als dezentral verfügbare Energieform stärkt die Verwendung von Biogas die regionale Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Derzeit tragen die Biogasanlagen jedoch nur rund 0,01% zur österreichischen Stromproduktion bei.
Nicht nur Gas entsteht
Neben der beabsichtigten Produktion von Biogas bleibt nach einer Aufenthaltsdauer der Gärsubstrate im Fermenter von 30-70 Tagen ein Gärrückstand. Diese Reststoffe, auch "Biogasgülle" genannt, können auf landwirtschaftlichen Flächen als Dünger verwendet werden.
Bei zunehmendem Einsatz von Kosubstraten können jedoch Stoffe in diesen Rückständen enthalten sein, die toxikologisch bedenklich werden können. Eine unmittelbare Gefährdung für die Böden oder die Nahrungskette ist jedoch nicht gegeben, zum Teil weil manche der Schadstoffe leicht flüchtige Verbindungen sind, die bereits mit dem Gas der Anlage entnommen werden.
Mehr zu Stoffgehalten im Gärrückstand
Infobox
Links
ARGE Biogas beim Naturschutzbund
Expertentagung: "Biogasproduktion (...) in der Landwirtschaft"
(BAL Gumpenstein, 3/2004)
Deutsch
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