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Einsatzmengen von Pflanzenschutzmitteln
 Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffverbrauch 1997-2003 (BMLFUW, Grüner Bericht 2004)
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Welche Mengen an Pflanzenschutzmitteln werden in Österreich angewandt?Jede Anwendung eines chemischen Pflanzenschutzmittels ist ein Eintrag natürlich nicht vorhandener Substanzen in Ökosysteme. Das kann zu einer Schädigung von einzelnen Organismen oder ganzen Ökosystemen führen. Seit 1997 zeigt der Wirkstoffverbrauch wenige Änderungen. |
Der höchste Wert wurde 1997 erreicht, danach erfolgte ein leichter Rückgang des Wirkstoffverbrauches bis 2001 und bis zum Jahr 2003 ein weiterer leichter Anstieg.
Maßgeblich beeinflusst wird der jährliche Pestizidverbrauch durch die beiden mengenmäßig größten Gruppen, die Herbizide und die Fungizide, wobei der Einsatz von Fungiziden sehr stark von den jährlichen klimatischen Bedingungen abhängt.
Der Einsatz von Herbiziden blieb in den letzten Jahren relativ konstant. Dagegen ist bei den Insektiziden seit 1997 ein Anstieg zu bemerken.
Bezogen auf die landwirtschaftliche Nutzfläche (Ackerflächen, Wein- und Obstbau) ohne Grünland ergibt sich für 2002 ein Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffaufwand von ca. 2,2 kg/ha.
Etwa 5-10% des Pflanzenschutzmittelverbrauchs werden im privaten Bereich eingesetzt. Da es hier erfahrungsgemäß häufig zu Überdosierungen kommt, wäre eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sinnvoll. |
... im Detail (Zeitraum 1997 bis 2003)Herbizide sind die mengenmäßig bedeutendste Wirkstoffgruppe. Seit 2001 liegt der Verbrauch immer im Bereich von ca. 1.400 t jährlich (1.435 t im Jahr 2003). In der Infobox finden sie ein Link zur einer Studie über den Herbizid-Wirkstoff Glyphosat, an der das Umweltbundesamt mitwirkte.
Die fungizide Wirkstoffgruppe dient der Bekämpfung von pilzlichen Schädlingen. Der anorganische Wirkstoff Schwefel ist das mit Abstand mengenmäßig größte Fungizid in der Landwirtschaft und einer der wenigen Wirkstoffe, die auch im ökologischen Landbau verwendet werden dürfen. Der größte Verbrauch an Schwefel war im Jahr 2003 mit 967,2 t zu verzeichnen. Organische Wirkstoffe nehmen in den letzten Jahren an Bedeutung und Menge zu.
Der Verbrauch an Insektiziden lag im Jahr 1998 bei ca. 87 t und im Jahr 2003 bei 102 t (mit Spitzenverbrauch im Jahr 2000). Damit hat sich der Trend der Verringerung des Insektizideinsatzes ab 1998 nicht mehr fortgesetzt.
In Österreich sind als Nematizide 5 Wirkstoffe zugelassen die vorwiegend gegen Nematoden angewendet werden (Aldicarb, Dazomet, Ethoprophos, Methylbromid und Dazomet). Die Anwendung von Nematiziden ist seit 1997 rückläufig (von 12,1 t 1997 auf 5,2 t 2002). Die wirkungsvollste Methode gegen Nematoden besteht in der Einhaltung von zeitlichen Anbauabständen in der Fruchtfolge. |
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 Teilmenge an Wirkstoffen, die auch im biologischen Landbau verwendet werden dürfen
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Pflanzenschutzmittel im biologischen (=ökologischen) Landbau.
In der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24. Juni 1991 über den ökologischen Landbau sind die wenigen Pflanzenschutzmittel (Anhang II B) angeführt, die im biologischen Landbau verwendet werden dürfen.
In der Abbildung ist ersichtlich, dass die Wirkstoffe, die auch im biologischen Landbau einsetzbar sind, über die Jahre deutlich zurückgehen. Andere, nicht im biologischen Landbau einsetzbare Wirkstoffe, nehmen aufgrund der nur leicht sinkenden Gesamtmenge offensichtlich zu. |
Fazit: Stagnation – jedoch immer hochwirksamere WirkstoffeZusammenfassend kann gesagt werden, dass die Umweltförderungen im ÖPUL/ÖPFEL ab 1995 zu einer Stagnation des Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffverbrauches in einem Bereich von ca. 3.300 t (+/- 300 t) pro Jahr führten.
Die Eigenimporte der Landwirte, die in der offiziellen Wirkstoffmengen-Statistik nicht erfasst werden und der Einsatz hochwirksamer Wirkstoffe (mit geringen Aufwandmengen) werden wahrscheinlich eine weitere Reduktion des statistisch erfassten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffverbrauches in Österreich bewirken. |
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