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Schadschneckenarten

Die wichtigsten Schadschneckenarten im Gartenbereich sind Nacktschnecken

© Umweltbundesamt/Deweis
Spanische Wegschnecke

Spanische (rote) Wegschnecke (Arion lusitanicus)

Farbe: rot bis braunrot

 

Größe: bis 18 cm (sehr variable Größenvielfalt, abhängig von den Lebensbedingungen der Schnecken)

Spanische Wegschnecken sind sehr mobil, fressen fast alles an pflanzlichem Material und sind nicht besonders empfindlich gegen Austrocknung und Licht. Sie bevorzugen ein Leben auf der Bodenoberfläche. Arion lusitanicus stammt ursprünglich aus Spanien bzw. Portugal. Von den heimischen schneckenvertilgenden Tieren werden sie wegen ihrer Bitterkeit, Zähigkeit und der großen Schleimproduktion nicht besonders geschätzt. Sie sind die bedeutendsten Schadschnecken in unseren Gärten.

Lebenszyklus: Spanische Wegschnecken erzeugen eine Generation pro Jahr. Die Eier sind weiß gefärbt mit einem Durchmesser von 3 bis 4 mm. Die Jungtiere sind bunt, gelblich bis rötlich gefärbt und halten sich vorwiegend im Boden auf.

  • Vorkommen der Eier: September bis April
  • Vorkommen der Jungtiere: März bis August
  • Vorkommen der ausgewachsenen Tiere: Juni bis November

Gartenwegschnecke (Arion distinctus)

Farbe: grauschwarz bis schwarz, manchmal sind die graubraunen Seitenbinden sichtbar. Die Sohle ist gelblich bis orange.

 

Größe: bis 4 cm

 

Gartenwegschnecken sind nicht so mobil wie ihre roten Verwandten. Junge Gartenwegschnecken unterscheiden sich von frisch geschlüpften Roten Wegschnecken durch ihre orange gefärbte Sohle. Sie bevorzugen ein Leben auf oder in der Bodenoberfläche und kriechen eher selten auf Pflanzen. Ihre Hauptnahrung sind Wurzeln von Wurzelgemüsen und weniger die grünen Pflanzenteile.

Ackerschnecke (Deroceras reticulatum, D. sturanyi)

Farbe: gelblichweiß bis braun, oft mit netzartiger Zeichnung. Die Sohle ist hell gefärbt.

 

Größe: bis 5 cm

 

Sind die weitverbreitetsten Nacktschneckenarten. Bei Regen und Nässe klettern sie gerne auf Pflanzen hinauf um dort zu fressen. Die Jungtiere leben dagegen vorwiegend im Boden. Gefährdet sind somit alle Pflanzenteile und Pflanzenarten.

Weitere Schneckenarten im Garten

Die hier genannten Schneckenarten haben keine bzw. eine vernachlässigbar geringe Schadwirkung im Garten. Ihre Nützlichkeit ist vor allem durch den Abbau organischer Substanz (Bodenbildung) gegeben. ACHTUNG: Eine Bekämpfung dieser Schneckenarten ist nicht erforderlich!

 

Große Egelschnecke (Limax maximus)

Der Großen Egelschnecke begegnet man aufgrund ihres verbreiteten Vorkommens häufig, besonders im Wald. Sie gehört zu den größten Nacktschnecken (12 bis 15 cm lang) unserer Heimat. Sie gilt in Österreich als potentiell gefährdete Tierart!

 

Kellerschnecke (Limax flavus)

Eine Nacktschneckenart, die nicht im freien Gartenbereich, sondern im Keller, dunklen Nebenräumen, Geräteschuppen usw. anzutreffen ist. Sie gilt in Österreich als gefährdete Tierart!

© Umweltbundesamt/Deweis

Weinbergschnecke (Helix pomatia)

Die bekannteste Landgehäuseschneckenart, deren Nützlichkeit im Garten bei weitem überwiegt, da sie auch Eigelege von Nacktschnecken frisst. Sie gilt in Österreich als potentiell gefährdete Tierart!

Schnirkelschnecke (Cepaea hortensis bzw. nemoralis)

Schnirkelschnecken gehören zu den Landgehäuseschnecken. Sie sind mit den Weinbergschnecken verwandt, jedoch kleiner und mit unterschiedlichster Färbung und Bänderung des Gehäuses. Sie gelten in Österreich als potentiell gefährdete Tierart!

 


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