Leitlinien für MaßnahmenMaßnahmen sollten bei den Hauptverursachern gesetzt werden. Dabei sind ihr Anteil an der Immissionsbelastung, das Reduktionspotenzial und der erforderliche Zeitraum für das Wirksamwerden der Maßnahmen zu berücksichtigen. Es sollten die Maßnahmen ergriffen werden, bei denen mit geringsten Kosten eine möglichst große Verringerung der Immissionsbelastung erzielt wird. - Verhältnismäßigkeit und Berücksichtigung öffentlicher Interessen
Die Maßnahmen sollten verhältnismäßig sein. Auch sind öffentliche Interessen zu berücksichtigen. - Verminderung der Emission mit dem Ziel, die Exposition möglichst effektiv zu reduzieren
Aus gesundheitlicher Sicht ist es sinnvoller, die Belastung generell zu senken als ausschließlich an den höchst belasteten Standorten. Dadurch kann auch in Gebieten ohne Grenzwertüberschreitung eine Verminderung des Gesundheitsrisikos erzielt werden. - Einschluss kritischer Quellen
PM10 ist jener Luftschadstoff, der mit den gravierendsten gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist. PM10 wird allerdings von verschiedenen Quellen emittiert. Aus gesundheitlicher Sicht werden einige dieser PM-Quellen als besonders kritisch eingestuft, z.B. die Abgasemissionen des Straßenverkehrs oder von Dieselaggregaten. Daher sollten Maßnahmen bevorzugt bei diesen Quellen gesetzt werden. Eine hohe Umweltqualität ist ein entscheidender Faktor für die Zufriedenheit von Bürgerinnen und Bürgern und oft auch von entscheidender Bedeutung bei der Wahl von Wohnorten. Selbst bei der Wahl von Wirtschaftsstandorten spielt heute die Umweltqualität eine bedeutende Rolle. Gemeinden und auch Regionen mit einer aktiven Umweltpolitik haben hier sicherlich mittelfristig deutliche Vorteile gegenüber Gemeinden ohne entsprechende Ambitionen. Zur Erreichung verschiedener Umweltqualitätsziele wie der Reduktion von Treibhausgasen, den nationalen Emissionshöchstmengen von NOx oder der Einhaltung von Grenzwerten bei Luftschadstoffen sind oft die gleichen Maßnahmen zielführend. Z.B. führt eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autbahnen zu einer Reduktion der Emissionen von PM10, NOx und CO2, es wird aber auch der Lärm reduziert. Diese Synergien, aber auch mögliche negative Auswirkungen sollten bei der Ausarbeitung von Maßnahmenplänen berücksichtigt werden. |