Stickoxide
Stickstoffoxide NOx (Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2)) entstehen überwiegend als unerwünschte Nebenprodukte bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen bei hoher Temperatur. Der mit Abstand größte Verursacher ist der Verkehr. Für den Menschen besonders schädlich ist NO2, da es die Lungenfunktion beeinträchtigt.
Außerdem sind die Stickstoffoxide mitverantwortlich für die Versauerung und Eutrophierung (Überdüngung) von Böden und Gewässern. In der kalten Jahreszeit entsteht aus gasförmigen Stickoxiden und Ammoniak partikelförmiges Ammoniumnitrat. Dieses trägt zu einer großräumigen Belastung durch Feinstaub (PM10) bei. Im Sommer führen Stickstoffoxide zusammen mit Kohlenwasserstoffen zur Bildung von Ozon.
Emissionstrend 1990-2008
NOx-Emissionen 1990 bis 2008 und Reduktionsziele
Im Jahr 2008 wurden in Österreich - ohne Berücksichtigung des Kraftstoffexports - etwa 162.200 Tonnen Stickstoffoxide emittiert und damit um 10,8% weniger als 1990. Gegenüber dem vorangegangenen Jahr 2007 sind die Emissionen um 2,7 % gesunken.
Anmerkung
Entsprechend Artikel 2 der NEC-Richtlinie werden nur die im Inland emittierten Luftschadstoffe berücksichtigt. Die im Ausland durch Kraftstoffexport freigesetzten Emissionen sind hier nicht enthalten.
Das im Ozongesetz für 2006 vorgesehene Ziel von ca. 65.000 Tonnen (-70% der Emissionen von 1985) wurde auch 2008 noch deutlich verfehlt. Ebenso wird die im Emissionshöchstmengengesetz-Luft (EG-L) für 2010 festgesetzte Emissionsobergrenze von 103.000 Tonnen Stickstoffoxide pro Jahr derzeit noch deutlich überschritten.
Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, sind im Bericht "Emissionstrends 1990-2008 zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar.
Belastungssituation
Die Grenzwerte für NO2 werden vor allem verkehrsnah in größeren Städten und im Inntal überschritten. Hauptverursacher dieser Überschreitungen ist der Verkehr. Zur Verringerung der Belastung wurde verschiedene Maßnahmen eingeführt, wie z.B. ein Nachtfahrverbot für schwere Nutzfahrzeuge, ein sektorales Fahrverbot oder Geschwindigkeitsbeschränkungen, eingeführt.
Großflächig überschritten werden aber die kritischen Belastungsgrenzen für den Wald durch Überdüngung, wie Berechnungen des CCE zeigen.






















