Ozon

Entstehung

© Umweltbundesamt Bsp. hochbelasteter Tag, Sommer 2003 Bsp. hochbelasteter Tag, Sommer 2003

In höheren Luftschichten, der Stratosphäre, schützt uns Ozon vor schädlicher UV-Strahlung. Am Boden entsteht Ozon in höheren Konzentrationen erst durch andere Luftschadstoffe - die Ozonvorläufersubstanzen - und Sonnenlicht. Die wichtigsten Ozonvorläufersubstanzen sind Stickstoffoxide und flüchtige organische Verbindungen. Zur Ozonbildung in einem globalen Maßstab tragen auch Methan und Kohlenmonoxid (CO) bei.

Wirkungen von Ozon

Beim Menschen kann es bei höheren Ozonkonzentrationen zu Beeinträchtigungen der Lungenfunktion, zu einem Anstieg von Lungenkrankheiten sowie möglicherweise zu vorzeitigen Todesfällen führen. Bei manchen Pflanzenarten führen kurzfristig erhöhte Ozonkonzentrationen zu Schädigungen der Blattorgane, bei langfristiger Belastung treten Wachstums- und Ernteverluste auf. Troposphärisches Ozon ist auch eines der bedeutendsten Treibhausgase, das allerdings nicht im Kyoto-Protokoll geregelt ist.

Gesetzliche Schwellen- und Zielwerte für Ozon

Am 1. Juli 2003 trat eine Novelle des Ozongesetzes in Kraft. Diese setzt u.a. die Schwellen- und Zielwerte einer EU-Richtlinie in österreichisches Recht um. Die Vorwarnstufe (200 µg/m³ über drei Stunden) und Warnstufen (300 bzw. 400 µg/m³ für drei Stunden) des alten Ozongesetzes traten damit außer Kraft. Sie wurden durch die Informations- und die Alarmschwelle abgelöst. Sind diese überschritten, wird die Bevölkerung über die Medien informiert. Die Informationsschwelle wird bei einer einstündigen Ozonkonzentration von mehr als 180 µg/m³, die Alarmschwelle wird bei einer einstündigen Ozonkonzentration von mehr als 240 µg/m³ erreicht.

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit legt das Ozongesetz auch einen Zielwert fest, der ab 2010 einzuhalten ist. Der Zielwert ist festgelegt als höchster Achtstundenmittelwert eines Tages. Er beträgt 120 µg/m³ und darf an nicht mehr als 25 Tagen pro Jahr, gemittelt über drei Jahre, überschritten werden. Derzeit wird dieser Zielwert in einigen Regionen zum Teil erheblich überschritten. Nach dem Ozongesetz ist der Bund verpflichtet, ein Programm zur Einhaltung des Zielwerts auszuarbeiten.

Maßnahmen zur Reduktion der Ozonbelastung

© Umweltbundesamt Verlauf Ozon Jahresmittelwerte 1993-2009 Verlauf Ozon Jahresmittelwerte 1993-2009

Ozonbelastungen über der Informations- und Alarmschwelle treten vor allem im Osten Österreichs auf, vereinzelt auch in der Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Da Ozon ein überregionales Problem darstellt, sind Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene am zielführendsten. In Österreich und der EU werden daher die Emissionen von Ozonverläufersubstanzen in den nächsten Jahren reduziert. Auch jetzt schon kann jedeR Einzelne z.B. durch Verzicht auf unnötige Fahrten mit dem Auto etwas beitragen.