Schwefeldioxid
Schwefeldioxid (SO2) entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung von Kohle und Heizöl (schwer). Zu den Hauptemissionsquellen zählen Feuerungsanlagen im Bereich der Energiewirtschaft, der Industrie und des Kleinverbrauchs.
In hohen Konzentrationen schädigt Schwefeldioxid Mensch, Tiere und Pflanzen. Die Oxidationsprodukte führen zu "Saurem Regen", der empfindliche Ökosysteme wie Wald und Seen (Skandinavien) gefährdet und Gebäude und Materialien angreift. Partikelförmige Sulfate tragen zur großräumigen Belastung durch Feinstaub (PM10) bei.
Emissionstrend 1990-2010
SO2-Emissionen 1990 bis 2010 und Reduktionsziel 2010
2010 wurden rund 18.700 Tonnen Schwefeldioxid emittiert und somit um ca. 75% weniger als 1990. Im Vergleich zu 2009 sind die Emissionen um 7,7% gestiegen.
Die in der NEC-Richtlinie festgesetzte Emissionshöchstmenge von 39.000 Tonnen im Jahr 2010 wird in Österreich bereits seit mehreren Jahren unterschritten.
Anmerkung
Entsprechend Artikel 2 der NEC-Richtlinie werden nur die im Inland emittierten Luftschadstoffe berücksichtigt. Die im Ausland durch Kraftstoffexport freigesetzten Emissionsanteile sind hier nicht enthalten.
Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, werden im Bericht "Emissionstrends 1990-2010" zu finden sein.
SO2 Trend 1992-2008
Überschreitungen des Grenzwertes traten bei Schwefeldioxid in den letzten Jahren nur noch vereinzelt auf. Betroffen war zumeist der Nahbereich von einzelnen Industriebetrieben und grenznahe Gebiete durch grenzüberschreitenden Schadstofftransport aus Slowenien und der Slowakei. ´
Die SO2-Belastung zeigt in den letzten 15 Jahren einen deutlich rückläufigen Trend. Mit der Sanierung des slowenischen Kohlekraftwerkes Sostanj ging im grenznahen Gebiet im Süden Österreichs die SO2-Belastung ebenfalls deutlich zurück.
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