Feinstaub (PM10)

PM10-Filter unter dem Elektronenmikroskop

Die als Feinstaub (PM10) bezeichnete Staubfraktion enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen. Partikel dieser Größe können über den Kehlkopf hinaus bis tief in die Lunge gelangen. Sie sind daher besonders gesundheitsschädlich. Sie sind maximal so groß wie Zellen und können daher mit freiem Auge nicht gesehen werden. Der gut sichtbare Staub, der bei Baustellen oder durch Streusplitt entsteht, besteht zum Großteil aus Grobstaub.

Emissionstrend 1990-2010

PM10-Emissionen 1990-2010

Seit 1990 haben die österreichischen PM10-Emissionen um 11,6% auf etwa 35.200 Tonnen (2010) abgenommen. Gegenüber 2009 ist ein leichter Anstieg um 1,1% zu verzeichnen.

 

Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, sind im Bericht "Emissionstrends 1990-2010" zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar.

Belastung durch PM10 in Österreich

© Umweltbundesamt PM10 Jahresmittelwerte 2000-2012

Im Jahr 2012 war die PM10-Belastung deutlich niedriger wie in den Jahren zuvor. Dies ist vor allem auf die günstigeren Ausbreitungsbedingungen wie in den Jahren davor zurückzuführen. PM10-Werte über dem Grenzwert traten im Burgenland, in Kärnten, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Wien auf. Die höchsten Belastungen wurden in Graz, der südlichen Steiermark und Wien registriert.

Mitverantwortlich dafür sind neben Emissionen in Österreich auch der Schadstofftransport aus den Nachbarländern.

Generell zeigen die Messungen über die Jahre hinweg eine leichte Abnahme der Belastung.